Sonntag, 29. April 2018

Cremige Pastéis de Belém ♥ wie in Lissabon

Sahnetörtchen aus der Stadt der Sieben Hügel...


Jeder, der schon einmal in Portugals Hauptstadt war, kennt und liebt die kleinen gelben Törtchen.
Sie sind zurecht die wohl bekannteste Süßspeise des Landes. Und wer sie einmal probiert hat, weiß wovon ich rede wenn ich sage "

Pastel de Belém (Pastetchen von Belém) wurden im 18. Jahrhundert von Mönchen eines Klosters im gleichnamigen Stadtteils Lissabons kreiert. Als das Kloster 1834 seine Tore schließen musste, verkauften Sie das Rezept an die benachbarte Zucker Raffinerie.
Seither werden sie vorallem auch unter dem Namen Pastéis de Nata (Sahnetörtchen) im ganzen Land in Pastelarias, Cafes und Supermärkten verkauft.

Das original Rezept...


...bleibt leider nach wie vor geheim. Auch nach 200 Jahren kennen nur wenige das original Rezept der Mönche aus dem 18. Jahrhundert.
Daher gibt es viele unterschiedliche Varianten der süßen Törtchen. Manch Pasteleria schwört auf die Einfachheit ihres Rezeptes und verwenden nur Mehl, Butter, Eigelb, Milch und Zucker. Andere verwenden zusätzlich Sahne und einige verfeinern die Creme mit den Aromen von Vanille, Zitronenschale und Zimt.
Doch die Grundzutaten, so wie die Zubereitungsart bleiben fast überall gleich.

Ich möchte euch heute ein sehr einfaches, schnelles und gelingsicheres Rezept für die Pastéis de Belém zeigen, das euch bestimmt begeistern wird.
Da Blätterteig in der Herstellung sehr aufwändig ist greife ich auf fertigen Blätterteig aus der Kühltheke zurück. Die Füllung aus den traditionellen Zutaten wird zusammen gerührt, abgefüllt und erst im Backofen fest gebacken. Das Einkochen der Puddingmasse vor dem Backen können wir uns so sparen! Auch in viele Pastelarias werden die Törtchen so zubereitet.
Mit diesem leichten Rezept zaubert ihr ganz einfach aus eurer Küche ein kleines Eckcafe in den Gassen Lissabons! ;)
Also unbedingt nachmachen und genießen... ♥




Rezept

Pastéis de Belém


Zutaten

ergibt etwa 8-12 Törtchen je nach Größe der Formen

Für den Teig

  • Blätterteig, gerollt
  • 1 EL Butter, zimmerwarm

Für die Füllung

  • 300ml Milch
  • 100ml Milch (zusätzlich)
  • 2 EL Mehl
  • 120g Zucker
  • 2 Eigelb
  • 1 Bio Zitronen
  • 1 Zimtstange
  • 1/2 Vanillestange (oder 1 TL Extrakt)



Anleitung


1. Für die knusprigen Törtchen verwende ich gekauften Blätterteig, wer möchte kann natürlich auch frischen bereiten. Wenn der Blätterteig Zimmertemperatur hat, kann dieser entrollt werden, ohne dass er bricht. Bestreicht den Teig mit der weichen Butter, rollt den Teig wieder auf und schneidet die Rolle in ca. 3 cm dicke Scheiben (8-12 Stück).

2. Drückt diese Teigscheibchen nun in eine Muffinform oder Pastel Backförmchen, mit der gekringelten Fläche nach oben. Drückt den Boden besonders dünn aus und schiebt die Ränder mit den Fingern hoch. 
Während ihr die Füllung bereitet kann die Form im Kühlschrank ruhen.

3. Die größere Menge Milch wird nun zusammen mit Zucker, Vanille, Zimtstange und etwa 2-4 Streifen Zitronenschale aufgekocht. Die Zitronenschale könnt ihr einfach mit einem Sparschäler abschälen. Wenn die Milch aufgekocht hat nehmt ihr den Topf vom Herd und lasst alles noch für mindestens eine Stunde ziehen.

4. Dann rührt ihr die kleinere Menge Milch zusammen mit Mehl und Eigelb zusammen. Entfernt die Zitronenschale sowie die Zimtstange aus der gekochten Milch und rührt diese in die Mehlmischung ein.
Die flüssige Füllung kann nun in die Blätterteigschälchen gegeben werden. Lasst etwa 1cm Platz bis zum oberen Rand, damit die Füllung beim Backen nicht überläuft. 

5. Die Pastéis werden bei 220°C Ober- & Unterhitze für etwa 16 Minuten gebacken, bis sich dunkle Karamellblasen auf der Oberfläche bilden.

6. Serviert werden die knusprigen Törtchen warm, mit einer Schicht Puderzucker und einer Prise Zimt.


Viel Freude beim Nachmachen & Vernaschen - bom apetite :)

Eure Lilli ♥ 

Mittwoch, 28. März 2018

Babka mit fruchtiger Füllung ♥ fluffig & saftig


Ein Kuchen im Wandel der Zeit...


Babka ist längst kein Geheimtipp mehr sondern mittlerweile ein wahrer Foodtrend und ein Social Media Star unter den Gebäcken.

Jüdische Einwanderer brachten die fluffige Köstlichkeit früher nach Nordamerika. Heute wird in vielen Reiseführern für New York, Montreal und Toronto Babka in der Kategorie "Things you HAVE TO eat" empfohlen.


Die Heimat des Babka...


Big Apple hat schon so einige groß gemacht. Auch der Trend um den verdrehten Kuchen hat seinen Höhepunkt in New York City.

Dass im Bundesstaat New York ca. 2 Millionen Juden leben hat wahrscheinlich einen großen Teil zur Bekanntheit und Beliebtheit des heutigen Babkas beigetragen, was man ebenso über Bagels behaupten könnte.

Das Angebot an Babka in New York ist groß. Von schokoladig, über nussig, bis fruchtig. Mit Sirup, Streuseln, Raspeln, Sahne und Toppings. Wie die meisten Konsumprodukte wird auch Babka an die Vorlieben des Kunden angepasst und den Nordamerikanern kann es dabei wohl nie süß genug sein.

Die Wurzeln des Babka...


Die neue Wahlheimat des süßen Hefekuchens ist heute wohl die Neue Welt, doch seine Wurzeln hat er in Osteuropa.
Sein Namensvetter wohnt in Polen, dort heißt Babka soviel wie "Großmutter". Der polnische Babka ist ebenfalls aus Hefeteig wird aber in einer Gugelhupfform statt in einer Kastenform gebacken.

Entstanden ist die jüdische Babka Variante wahrscheinlich aus Teigresten für Challa Brot.
Diese Brote werden traditionell an jüdischen Feiertagen gebacken. Der Teig ist parve, also "neutral" damit das fertige Challa Brot sowohl süß zu milchigen Produkten als auch herzhaft zu Fleisch gegessen werden kann.
Das bedeutet, dass der Teig auf milchige Produkte verzichtet.
Übrig gebliebener Teig wurde dann mit Schokolade oder Zimt bestrichen und aufgerollt, häufig auch mit Streuseln garniert und in einer Kastenform ausgebacken, wie sich noch heute einige an Früher erinnern.
Heute kommen in fast allen morderneren Babka Rezepten Milch und Butter in den Teig um den Kuchen noch süßer und Kuchentypischer zu machen.

Ein "Osterzopf" mit Pfiff... 


Babka und Ostern haben auf den erste Blick eigentlich keine direkte Verbindung, denn Juden feiern kein Ostern und christen backen kein Challa. Doch dieses Jahr feiern wir das jüdische Pessach Fest und das christischen Oster Fest mal zusammen, zumindest wenn es nach dem Kalender geht. Und ähnlich wie das Challa Brot für Pessach backen auch Christen gerne Hefezöpfe für Ostern.
Wieso dieses Jahr also nicht mal kulturübergreifend einen köstlichen Babka am Ostersonntag zum Kaffee servieren? Eure Familie wird begeistert sein! ♥

Daher möchte ich euch heute ein älteres Babka Rezept aus Challa Teig ans Herz legen.
Der Teig ist herrlich fluffig und nicht zu süß, die Obstfüllung macht den Kuchen wunderbar saftig.
Und wer Lust hat macht es wie die New Yorker und probiert sich an immer neuen Kreationen bei der Füllung aus.
Wie wäre mit Babka "New York Cheesecake Style" mit Frischkäse und Himbeeren, oder doch lieber wie "Chocolat Krantz Cake", das Pendant aus Jerusalem mit Schokolade und Nüssen?
Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. ♥





Rezept

Babka mit Äpfeln und Heidelbeeren


Zutaten

ausreichend für eine Kastenform (ca. 11x30cm)


Für den Teig

  • 300g Mehl
  • 80ml Wasser
  • 2 Eier (S-M)
  • 30g Zucker
  • 30g Pflanzenöl
  • 15g frische Hefe
  • Prise Salz

Für die Füllung

  • 1-2Äpfel
  • 150g Heidelbeeren (frisch oder TK)
  • 50g Zucker
  • 1/2 TL Zimt

  • Weitere Füllungen wie Schokolade, Nuss, Mohn, Erdbeer oder Nougat/Nutella sind natürlich ganz nach Geschmack ebenfalls möglich. 

Für das Topping nach Wahl

  • Mandelplättchen
  • Hagelzucker
  • oder Streuselteig





Anleitung


1. Für den Teig siebe ich das Mehl in eine Schüssel, drücke eine Mulde hinein und gebe die Hefe, den Zucker sowie das lauwarme Wasser in die Mulde. Gebt die Eier in eine Schüssel, verquirrlt sie gute und nehmt ca. 1-2 EL von dem Eiquirrl ab. Diesen benötigen wir noch zum Bestreichen.
Die Hefe sollte nun für 10 Minuten gehen, dann kommen Eier, Öl und Salz dazu. Alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten.
Der Teig ist recht freucht und klebrig, bitte vorerst kein weiteres Mehl hinzu geben. Die Schüssel mit einem Handtuch abdecken und für minestens 30 Minuten an einen warmen Ort stellen, damit die Hefe aufgehen kann.

2. In der Zeit wird das Obst vorbereitet. Die Äpfel in schöne kleine Würfel schneiden und die Blaubeeren (falls ihr TK Ware nehmt) auftauen und abtropfen lassen.


3. Wenn der Teig deutlich aufgegangen ist, kann er nun auf einer reichlich(!) bemehlten Fläche ausgerollt werden. Er sollte etwa 0,5cm flach sein.
Da der Teig recht klebrig ist sollte nicht am Mehl gespart werden. Dieses aber nur oberflächlich verwenden, damit nichts anpappt und nicht weiter in den Teig einarbeiten.


4. Auf den ausgerollten Teig kommen jetzt die Beeren, darauf die Äpfel und zum Schluss überstreue ich noch alles mit Zimt und Zucker. Klappt erst einen Rand eures Teiges um, dann rollt ihr alles peu à peu auf. Dabei solltet ihr die Rolle zwischen durch immer mal etwas andrücken, damit es Stabilität gewinnt.


5. Die gefüllte Teigrolle dann mit einem scharfen Messer in der Mitte aufgeschnitten werden.
Die aufgeschnittenen Teiglinge klappt ihr mit der Schnittkante nach oben und legt nun in der Mitte beginnend immer eine Seite über die andere. So bekommt euer Babka einen schönen verdrehten Look.
Wenn eure Rolle aber wenig Stabilität oder viel Flüssigkeit hat könnte sie auseinander fallen.
Dann rollt ihr sie noch etwas weiter aus, klappt sie in der Mitte zusammen und verdreht einfach die uneingeschnittenen Teigstränge miteinander. So habt ihr dennnoch einen geflochtenen Look und viele einzelne Lagen beim Anschneiden.


6. Gebt den Babka vorsichtig in eine gefettete und bemehlte Kastenform, bestreicht ihn mit dem Eiquirrl und berieselt ihn mit den Mandelsplittern (oder anderes Wunschtopping). Dann lasst ihr den Teig abgedeckt noch einmal für 30 Minuten an einem warmen Ort ruhen.


7. Den Ofen auf 160°C Umluft vorheitzen. Wenn der Teig in der Form gut aufgegangen ist kann er für 35-40 Minuten in den Backofen.


8.  Lasst den Babka vorerst etwas abkühlen, dann könnt ihr ihn aus der Form nehmen. Wenn er sich nicht direkt stürtzen lässt hebele ich ihn an den Seiten mit einem Pfannenwender vorsichtig an, dann kommt er leichter aus der Form.


9. Wer möchte kann Sahne, Sirup oder geschmozlene Schokolade über den Babka geben.
Doch er ist so fluffig und saftig, dass es eigentlich keines zusätzlichen Toppings bedarf.



Viel Freude beim Nachmachen & est gezunterhayt! - guten Appetit :)

Eure Lilli ♥  

Sonntag, 18. Februar 2018

Schillerlocken mit Puddingcremefüllung ♥ vegan


Ein Dessert wie ein Gedicht...


Denn die süßen kleinen Blätterteighörnchen verdanken keinem geringeren als dem Dichter Friedrich Schiller ihren Namen.
Die Schillerlocken sind vorallem in Österreich bekannt und werden dort in Cafes und Bäckereien mit einer Sahne-, Eischnee- oder Cremefüllung serviert. Daher werden sie auch öfters als Schaumrollen bezeichnet.

Die krossen Röllchen bieten viele Möglichkeiten der Variation, ganz nach Geschmack und Vorliebe.

Daher habe ich 3 leckere, süße Varianten für euch. Vanille, Schokolade und Himbeere. ♥
Aber auch herzhaft lassen die Löckchen sich befüllen. Zum Beispiel mit Püree, Frischkäsecrem oder Gemüse.



Voller Genuss ohne schlechtes Gewissen...


...zumindest was die Ethik angeht, denn diese luftigen Röllchen hier kommen ganz ohne tierische Produkte aus. Ich bin mir sicher, eure Gäste werden es kaum glauben können, dass DIE wirklich vegan sind!
Und dafür braucht ihr keine teuren Ersatzprodukte oder speziellen veganen Blätterteig, denn die meisten Sorten sind von Hause aus vegan.

Spezieller wird es natürlich bei den Backförmchen, die hat natürlich nicht jeder Zuhause.
Wer sich keine extra Hörnchenform zulegen oder ganz spontan Schillerlöckchen zaubern möchte, kann sich ganz leicht aus Backpapier kleine Trichter rollen. Wie ihr das genau macht, zeige ich euch auch im Video.

Also einfach mal ausprobieren und Freunde, Familie oder Kollegen mit dieser veganen Köstlichkeit überraschen. ♥


 

Rezept

Schillerlocken mit Puddingcreme


Zutaten

etgibt etwa 10 Stück je Sorte

Für die Vanille Hörnchen

  • 1 Pack. Blätterteig (vegan)
  • 300ml Pflanzenmilch
  • 90g Margarine (vegan)
  • 60g Zucker
  • 30g Stärke
  • 1 TL Vanilleextrakt (oder Mark von 1/2 Vanilleschote)

Für die Schoko Hörnchen

  • 1 Pack. Blätterteig (vegan)
  • 300ml Pflanzenmilch
  • 120g Zartbitterschokolade (vegan)
  • 75g Margarine (vegan)
  • 60g Zucker
  • 30g Stärke
  • 1/2 TL Vanilleextrakt (oder Mark von 1/4 Vanilleschote)
  • Prise Salz

Für die Himbeer Hörnchen

  • 1 Pack. Blätterteig (vegan)
  • 300ml Pflanzenmilch
  • Himbeeren (frisch oder aufgetaut)
  • 90g Margarine (vegan)
  • 60g Zucker
  • 30g Stärke
  • 1/2 TL Vanilleextrakt (oder Mark von 1/4 Vanilleschote)




Anleitung


Wenn ihr alle drei Sorten mit nur einer Packung Blätterteig zaubern wollt, müsst ihr die Mengenangaben einfach dritteln.

1. Lasst den Blätterteig Zimmertemperatur annehmen, bevor ihr ihn ausrollt damit er nicht bricht.
Dann teilt ihr den Teig in ca. 10 Streifen.

2. Die Teigstreifen wickelt ihr an der Spitze beginnend auf eure Formen auf. Der Teig sollte sich dabei gut überlappen. Platziert alle Teigrollen auf einem Backpapier oder einer Backmatte und lasst sie für ca. 16-18 Minuten bei 200°C Umluft kross aufbacken.
Der Teig geht besonders schön auf wenn ihr die Backunterlage vorher leicht mit Wasser anfeuchtet.

3. Die Hörnchenformen lassen sich nach dem Backen besonders leicht entfernen wenn sie noch etwas warm sind.

4. Für die Puddingcremefüllung wir die Stärke in einem kleinen Schluck der Pflanzenmilch aufgelöst.
Für die Himbeerfüllung könnt ihr die Himbeeren durch ein Sieb passieren und die Stärke in dem Himbeerpüree auflösen statt in der Milch.

5. Die restliche Milch gebt ihr zusammen mit Zucker (, Salz) und Vanille in einen Topf und lasst diese unter rühren einmal kräftig aufkochen und reduziert die Hitze dann auf kleinste Stufe.
Für die Schokofüllung nehmt ihr die heiße Milch vom Herd und löst die Schokolade darin auf.

6. Dann könnt ihr die aufgelöste Stärke hinein rühren und so einen leckeren Vanille-, Schoko- oder Himbeerpudding zaubern. Dieser muss nun komplett abkühlen.

7. Der abgekühlte Pudding kann nun zusammen mit der zimmerwarmen Margarine zu einer luftigen Creme aufgeschlagen werden. Dazu solltet ihr die Masse für ca. 4-5 Minuten mit einem Handrührgerät oder einer Küchenmaschine aufschlagen. Stellt die Masse vor dem Füllen nun noch einmal für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank.

8. Dann kann die Creme in einen Spritzbeutel abgefüllt werden. Mit schöner Spritztülle sehen die Cremespitzen eurer Schillerlöckchen besonders schön aus.
Die Blätterteig Hörnchen sollten vor dem Befüllen komplett ausgekühlt sein.

9. Zum Schluss beriesel ich die Schaumrollen dann noch mit Puderzucker. ♥

Tipp: Alternativ zum Puderzucker könnt ihr die Teigrollen vor dem Backen auch in Hagelzucker drücken.


Viel Freude beim Nachmachen & an Guaden - guten Appetit :)

Eure Lilli ♥ 

Sonntag, 21. Januar 2018

Grüne Chips ♥ aus Grünkohl & Wirsing

Die haben noch jeden überzeugt!


Das neue Jahr hat begonnen und Viele starten es gleich mit reichlich Motivation und guten Vorsätzen.
Doch der Ansporn versiegt spätestens auf der Couch beim ersten gemütlichen Filmabend oder der Lieblingsserie. Denn ein ungeladener Gast macht sich fast immer breit - der Heißhunger!
Aber keine Sorge, Naschen geht auch ohne schlechtes Gewissen. :)

Kaum zu glauben aber wahr...


Die Alternative zu Kartoffelchips und Co. kommt ausgerechnet aus den USA. Die Kale Chips - zu Deutsch Grünkohl Chips.
Wer die leckeren Gemüsechips noch nicht probiert hat ist jetzt wahrscheinlich erstmal skeptisch.
Zugegeben, das war ich auch! ;)

Aber die grünen Chips überzeugen in vielen Punkten:

Sie sind mit ca. 5g Olivenöl pro Portion nicht nur deutlich Kalorienärmer, sondern haben zudem fast keine Kohlehydrate - natürlich je nach dem was in die Marinade kommt ;) - und sind reich an Vitamin C, Kalzium, Eisen und Magnesium!

Grünkohl und Wirsing kennen wir ja eher von Oma.
Schön lange eingekocht bis die ganze Wohnung nach Kohl riecht.

Erstaunlicherweise ist der Grünkohl in den USA alles andere als altbacken.
Man kennt und liebt den Kale dort als Rohkostsalat, Smoothie, Pesto und natürlich knackige Kale Chips.

Was der Grünkohl kann, kann der Wirsing schon lange...


Auch Wirsing eignet sich hervorragend zur Herstellung von krossen, gesunden Chips die auch noch super lecker schmecken.
Bei den Geschmacksrichtungen könnt ihr ganz kreativ sein!
"Klassisch" mit Meersalz und Olivenöl, "Ungarisch" mit etwas edelsüßem Paprikapulver,  "Sourcream" mit zusätzlich etwas (Soja-)Joghurt und Apfelessig oder meine Lieblingssorte "Maple & Mustard" mit Ahornsirup und süßem Senf.

Da die beiden Kohlsorten gerade Saison haben sind sie sehr frisch und regional auf Wochenmärkten oder im Super- / Biomarkt erhältlich.
Einfach mal Ausprobieren lohnt sich also mehr denn je! ;)



Rezept

Grünkohl & Wirsing Chips


Zutaten

ergibt etwa 2 Portionen Chips je Sorte


Für die Kohlchips "Classic"

  • 300g Wirsing und/oder Grünkohl
  • 1 EL Olivenöl
  • 1/2 TL Meersalz


Für die Kohlchips "Maple & Mustard"

  • 300g Wirsing und/oder Grünkohl
  • 1 TL Mittelscharfer Senf 
  • 2 TL Süßer Senf
  • 1/2 TL Meersalz 
  • 1 EL Olivenöl



Anleitung


1. Wirsing: Wirsingblätter einzeln vom Kopf abziehen, gründlich waschen und Strung entfernen.
Der Strung wird leider nicht knusprig sondern nur bitter! :(
Die Blätter dann in große Stücke teilen. Beim Backen verlieren sie noch reichlich an Größe!

2. Grünkohl: Die Grünkohlblätter ebenfalls gut waschen, vom Strung befreien und grob zerteilen.

3. Die Kohlchips können zusammen mit Meersalz, Olivenöl und euren Wunschzutaten je nach Geschmacksrichtung in eine große Schüssel und werden so lange durch geknetet bis alle Blätter wirklich über all mit Marinade bedeckt sind.

4. Verteilt die Chips nun auf einem Backpapier oder einer Backmatte dicht an dicht. Achtet aber darauf dass sie nicht über einander liegen, sonst werden eure Chips nicht kross!

5. Die grünen Chips werden dann bei 110-120°C Umluft für 20-30 Minuten gebacken.
Jeder Ofen ist etwas anders, wenn ihr sie zum ersten mal macht solltet ihr daher genau auf die Zeit achten wann eure Chips fertig sind. Wichtig ist: Lasst sie nicht zu braun werden, dann schmecken sie bitter!

6. In der regel genügt das Backen von einer Seite. Wenn eure Chips aber an manchen Stellen noch nicht so richtig knusprig sind könnt ihr sie nach ca. 15 Minuten einmal Wenden.

7. Wenn eure Chips alle schön Kross getrocknet sind, könnt ihr sie direkt  abfüllen und vernaschen!

Verratet mir gerne eure Lieblingssorte!
Ich bin sehr gespannt wie ihr eure Kohlchips am liebsten mögt!


Viel Freude beim Nachmachen & Vernaschen :)  

Eure Lilli ♥ 

Donnerstag, 28. Dezember 2017

Gebrannte Mandeln ♥ mit Irish Cream Likör

Ein Klassiker auf allen Jahrmärkten...


Wer kennt sie nicht. Die knusprigen, süßen Nüsse in zahlreichen Geschmacksrichtungen.
Auf dem Weihnachtsmarkt oder der Kirmes verströmen sie einen herrlichen Duft von Karamell, Zimt und Vanille.

Bei diesen Aromen in der Nase gönnt man sich gerne hin und wieder eine Tüte gebrannte Mandeln - wenn sie nicht so schrecklich teuer wären!
Zum Glück lassen sie sich schnell und einfach zu Hause selber zaubern.

Süße Nüsschen mit Tradition...


Ob im klassischen Zuckermantel oder verfeinert mit Zimt, Vanille und anderen Gewürzen - die krossen Mandeln gibt es bereits seit über 300 Jahren und wurden früher auf Volksfesten wie dem Münchener Oktoberfest verkauft. Dort kannte man sie als "Wiener Mandeln".


Die Basis für gebrannte Mandeln ist in der Regel immer die gleiche: Zucker, Wasser und natürlich Mandeln.
Dieses simple Rezept bietet viel Raum für kreative Köpfe.

So lassen sich nicht nur Mandeln sondern auch andere Nüsse wie Cashews, Walnüsse oder Haselnüsse kandieren.
Oder wie wäre es mit verschiedenen Geschmacksrichtungen? An den Ständen können wir uns an den zahlreichen Sorten garnicht genug statt sehen - Zimt, Vanille, Anis, Lebkuchen, Amaretto, Kaffee und Irish Cream sind nur einige der vielen Sorten.
Letztere mag ich besonders gerne und möchte sie euch deshalb heute ans Herz legen. ♥



Rezept

Gebrannte Mandeln "Irish Cream"


Zutaten

Ergibt etwa 300g

Ihr benötigt

  • 200g Mandeln
  • 60g Zucker
  • 75ml Irish Cream Likör (oder veganer Baileys)
  • 1/2 TL Zimt
  • Prise Salz




Anleitung


1. Zucker, Irish Cream Likör, Zimt und eine kleine Prise Salz kommen zusammen in einen beschichteten Topf oder eine beschichtete Pfanne und werden unter ständigem Rühren auf mittlerer Stufe aufgekocht.
Eine vegane Variante könnt ihr euch zum Beispiel mit dem veganen Baileys "Almondi" oder einem selbst gemachten veganen Irish Cream Likör zaubern.

2. Wenn der Zucker sich aufgelöst hat kommen die Mandeln dazu. Nun heißt es fleißig rühren!
Nehmt am Besten Mandeln mit Haut! Der Zucker haftet so deutlich besser an euren Nüsschen.

3. Es dauert nun einige Zeit bis die Masse immer dicker wird und schließlich anfängt zu klumpen.
Nicht aufhören sondern weiter rühren bis alle Mandeln vereinzelt und mit einer gleichmäßigen Zuckerschicht überzogen sind.

4. Die heißen Mandeln können nun auf ein Backpapier zum Auskühlen ausgelegt werden.

5. Wenn sie vollständig abgekühlt sind können sie direkt vernascht oder noch schön verpackt und verschenkt werden.

Tipp: Wenn ihr ihnen einen besonders edelen Look verpassen wollt, könnt ihr die Nüsschen mit essbarem Gold- oder Silberstaub bestreuen. Sehr eindrucksvoll an jedem Geburtstag, an Hochzeiten oder zu Weihnachten und Silvester!


Viel Freude beim Nachmachen & Vernaschen :) 

Eure Lilli ♥ 

Sonntag, 17. Dezember 2017

Serviettenknödel mit Brezeln ♥ aus der Heimatküche

Die wohl köstlichsten Knödeln der Welt...


Immer noch keine Idee für das Festtagsessen?
Für viele gehört an Weihnachten einfach ein deftiges Menü auf den Tisch. Ein wahrer Klassiker sind Rotkohl, dunkle Sauce und dazu Knödel.

Auch für mich muss es wenigstens einmal im Winter Semmelknödel geben!
Bei klassischen Klößen scheiden sich ja wirklich die Geister. Die einen lieben sie, die anderen können mir der stopfenden Konsistenz nichts anfangen.

Aber bisher kenne ich niemanden der diese kleinen Leckerbissen nicht mag - unsere Hausgemachten Brezenknödel!  ♥


Für die einen Reste, für die anderen eine Delikatesse...


Was bei uns heute ein typisches Festtagsessen ist, war früher in der Norddeutschen Küche eine alltägliche Speise des Bürgertums mit der altes Brot zu einem schmackhaften und sättigendem Gericht aufbereitet werden konnte.

In Thüringen und Süddeutschland hingegen hat sich der Serviettenknödel schon früh als Festtagsspeise etabliert und wurde zum Beispiel an Hochzeiten gereicht.

Seinen Namen hat der Serviettenknödel zudem tatsächlich von der Serviette, wenn auch nicht von der heutigen Papiervariante. Die Knödelmasse wurden in einem Geschirrtuch - also einer Stoffserviette - eingerollt, in Form gebracht und dann in heißem Wasser gegart.
Heute verwendet man dafür zumeist Frischhaltefolie und Alufolie, ihr könnt es jedoch auch gerne einmal auf die traditionelle Art versuchen! ;)

Vegan am Weihnachtsabend...


Klassisch werden die deftigen Serviettenknödel mit Ei und Milch zubereitet damit die Brotstücke schön aufweichen können und im Wasserbad alles fluffig durch gart.
Wer sein Festtagsessen aber ganz vegan servieren möchte muss auf die leckeren Brezenknödel nicht verzichten!
Mit Pflanzenmilch, Sojamehl und etwas Stärke zaubert ihr genau so einfach eine vegane Knödelvariante.

Für viele ist das gemeinsame Weihnachtsessen mit der Familie oft eine Herausforderung wenn am gleichen Tisch Vegetarier und Veganer mit satt werden wollen. ;)
Meine persönliche Empfehlung: Einfach mal der Familie diese leckeren Brezenknödel servieren - egal ob vegetarisch oder vegan - ich wette alle werden begeistert sein! ♥



 

Rezept

Brezenknödel - Serviettenknödel mit Brezeln


Zutaten

ergibt etwa 2-3 Portionen

Für die Brezenknödel

  • 2 Brezeln
  • 150ml Milch
  • 1 Ei
  • 1 Zwiebeln (ca. 65g)
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • Bund Petersilie
  • gute Prise Salz
  • frischen Pfeffer
  • frische Muskatnuss

Für vegane Brezenknödel

  • 2 Brezeln
  • 150-200ml Pflanzenmilch
  • 1 EL Sojamehl
  • 1 TL Stärke
  • 1 Zwiebeln
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • Bund Petersilie
  • gute Prise Salz
  • frischen Pfeffer
  • frische Muskatnuss




Anleitung


1. Die Zwiebeln fein würfeln und glasig anbraten. Je nach Geschmack können die Zwiebelwürfelchen aber auch roh verarbeitet werden.


2. Die frische Petersilie hacken. Auch andere Kräuter wie Schnittlauch oder Rosmarin können ganz nach den eigenen Vorlieben verwendet werden.


3. Die Brezeln würfeln und in eine Schüssel geben. Darüber gießt ihr die lauwarme Milch (ersatzweise Brühe, oder Pflanzenmilch) und gebt Zwiebelwürfel, gepressten Knoblauch, Petersilie, Ei (ersatzweise Sojmehl und Stärke), Salz, Pfeffer und frischen Muskat dazu.

Die Knödelrohmasse gut vermengen und für etwa 30 Minuten stehen lassen.
Wenn ihr frische Brezeln verwendet reichen auch 10 Minuten.

4. Der Knödlteig kann nun auf einem breiten Stück Frischhaltefolie verteilt werden.
Spart dabei etwas Platz an den Enden aus. Dann die Folie einschlagen, die Lufteinschlüsse heraus drücken und alles wie ein Bonbon aufrollen.


5. Damit die Rolle gut in Form bleibt und sich nicht öffnet bekommt sie noch eine 2. Schicht aus Alufolie. Ebenfalls einschlagen, aufrollen und die Enden fest verdrehen.


6. Das Wasserbad in einem ausreichend breite Topf vorbereiten. Dazu das Wasser aufkochen lassen und dann auf kleine Hitze stellen, sodass es nicht mehr siedet.
Die Knödel dürfen nun für 30 Minuten in dem Wasserbad ruhen. Das Wasser sollte stets heiß bleiben, aber nicht kochen da sonst eure Knödel platzen könnten.

Die Knödel hin und wieder wenden.

7. Fertig gegart können sie direkt ausgepackt und aufgeschnitten werden.
Sie lassen sich frisch und warm servieren oder können noch von beiden Seiten kross angebraten werden.



Viel Freude beim Nachkochen, Guten Appetit & frohe Weihnachten :)

Eure Lilli ♥ 

Sonntag, 3. Dezember 2017

Weihnachtliche Rumkugeln "Black & White" ♥ vegan

Die dürfen auf keinem Weihnachtsteller fehlen...


Die liebe Gabi von Kochfokus.de und die liebe Jill von Kleines Kuliversum haben ein tolles Blogevent unter dem Motte "Zeigt her eure Weihnachtsteller" gestartet. Diesem Aufruf folge ich doch gerne und möchte euch zeigen, was auf meinem Weihnachtsteller nicht fehlen darf!

Für mich ein wahrer Klassiker zur Adventszeit sind die Rumkugeln!

Banner zum Blogevent "Das darf auf keinem Weihnachtsteller fehlen"Zwischen Plätzchen und Nüssen sind meistens immer als erstes vergiffen.
Und es müssen nicht immer die gekauften sein, die beschwipsten Kugeln lassen sich kinderleicht zuhause selber zaubern. Zudem sind die handgemachten Trüffel eine tolle Geschenkidee.
Denn wer erwischt sich nicht jedes Jahr wieder beim Naschen vom Adventsteller. ;)
Und obwohl die Rumkugel eine typisch deutsche Süßspeise ist, kennt und produziert man sie ebenso in Schweden und den Niederlanden.

Was macht ein Bäcker ohne Arme & Beine?


... Rumkugeln! ;) Wer sich bei diesem altbackenem Flachwitz auch schon einmal gefragt hat, warum ein Bäcker Pralinen macht, kennt wahrscheinlich nur die kleinen Rumkugeln aus dem Supermarkt.

Doch vorallem in Norddeutschland haben sich Bäcker eine Möglichkeit ausgedacht alten Kuchen auf zu arbeiten. Dafür werden Kuchenreste mit Schokolade oder Kakao, Fett und Rum vermengt und als Faustgroße Kugeln angeboten.
Die Wurzeln des Cakepops so zu sagen! Nur ohne Stiel...

Bei uns im Westen kennen wir die Rumkugeln jedoch kleiner und ohne Kuchen, dafür schön schokoladig!
Klassisch aus dunkler oder Vollmilch Schokolade, lassen sich die Pralinchen auch aus Weißerschokolade zaubern. Aber es muss nicht immer Rum rein, denn auch Kinder naschen gerne.
Einfach den Rum durch Wasser und Rum Aroma ersetzen - schmeckt genau so gut! ♥

Heute möchte ich euch meine lieblings Varianten aus Zartbitter Schokolade und veganer Weißen Schokolade zeigen.
Nicht zu süß & nicht zu mächtig!
Eure Liebsten werden von diesen veganen Pralinen überrascht und begeistert sein.

Nachmachen lohnt sich also! ;)






Rezept

Rumkugeln wie bei Oma - "Black & White"


Zutaten

ergibt etwa 40 kleine Kugeln pro Sorte

Für die dunklen Rumkugeln

  • 100g Zartbitterschokolade (vegan)
  • 40g Pflanzenmargarine
  • 50g gemahlene Haselnüsse
  • 70g Puderzucker
  • Prise Salz
  • 20ml Pott Rum
  • 1 EL Kakaopulver oder Streusel zum Umhüllen

Für die weißen Rumkugeln

  • 100g Weiße Schokolade (vegan)
  • 40g Pflanzenmargarine
  • 50g gemahlene Mandeln
  • 70g Puderzucker
  • Prise Salz
  • 20ml weißen Rum
  • 1 EL Kokosraspeln oder gemahlene Mandeln zum Umhüllen




Anleitung


1. Für die klassischen, dunklen Rumkugeln schlagt ihr zu erst die Zimmerwarme Margarine zusammen mit Puderzucker cremig auf und stellt diese kalt.


2. Zerhackt die dunkle Schokolade in kleine Stücke um sie im Wasserbad oder in der Mikrowelle gleichmäßig zu schmerzen.


3. Zu der flüßigen Schokolade gebt ihr nun den dunklen Rum. Keine Sorge wenn die Schokolade stockt und anfängt an zu dicken, das ist genau der Effekt den wir uns wünschen.
Gebt nun die gemahlenen Haselnüsse zur Maße, hebt sie grob unter und rührt dann eure gekühlte Margarine-Puderzucker Mischung ein.

4. Die cremige Maße muss nun für etwa eine halbe Stunde kalt gestellt werden.
Passt aber auf, dass eure Schokocreme nicht zu fest wird.

5. In der Zeit bereiten wir in einer Schale 1-2 gehäufte Esslöffel Backkakao und 1-2 Teelöffel Puderzucker vor.


6. Sobald die Schokomaße fest genug zum ausformen ist, könnt ihr mit einem Teelöffel kleine Kleckse portionieren, diese ausrollen und in eurem Kakao welzen. Stellt die Trüffel nun noch für ein paar Stunden kalt. Fertig :)


7. Für die weißen Rumkugeln schlagt ihr wieder die Margarine mit Puderzucker wie zuvor auf.


8. Geht nun weiter vor wie bei den dunklen Rumkugeln, zerhackt und schmelzt also eure vegane, weiße Schokolade. Diese findet ihr zum Beispiel im Supermarkt unter den veganen Produkten oder im Reformhaus / Biomarkt.


9. In die geschmolzene Schokolade kommt nun der weiße Rum, wenn die Schokolade andickt kommen noch gemahlene Mandeln so wie die aufgeschlagene Margarine dazu.

10. Die Maße kalt stellen bis sie formbar ist.

11. Kleine Kugeln ausformen und in Kokosflocken oder gemahlene Mandeln welzen, noch einmal für mehrere Stunden kalte stellen, dann sind sie fertig zum Vernascht werden! ;)



Kinder am Tisch? Kein Problem. Ersetzt den Rum einfach 1:1 durch Wasser und gebt den Kugeln mit Rumaroma ihren Geschmack.



Viel Freude beim Nachkochen, Guten Appetit & frohe Weihnachten :)

Eure Lilli ♥ 

Sonntag, 26. November 2017

Niederländische Poffertjes ♥ Weihnachtsmarkt Special


Mehr als nur kleine Pfannkuchen...


Zugegebener Maßen sehen sie wirklich so aus, aber ich kann euch sagen die kleinen Küchlein sind doch etwas raffinierter.
Dies dürfte jeder, der schonmal frische warme Poffertjes in den Niederlanden gegessen hat, bestätigen! ;)

Poffertjes sind eine niederländische Spezialität aus einem Weizen- und Buchweizenmehl Gemisch. Dies verleiht ihnen einen ganz fantastisch vollmundigen Geschmack.
Doch das wahre Geheimnis - und der wirkliche Unterschied zu Pakcakes und Pfannenkuchen - liegt im Backtriebmittel Hefe.

Zeitlich gesehen arbeitet Backpulver zwar deutlich schneller, doch verleiht es dem Gebäck oft eine unangenehme saure Note. Die Hefe hingegen braucht zwar mehr Zeit, hat dafür aber auch einen viel angenehmeren, weicheren Geschmack und rundet den Teig so perfekt ab.

Das richtige Werkzeug für richtige Poffertjes...


Traditionell werden sie in einer Poffertjespan° - einer Pfanne mit kleinen Mulden - zubereitet. So erhalten sie eine schöne runde Form und werden besonders dick und voluminös.
Wenn ihr eine solche Pfanne habt ist das natürlich ideal!

Da es in Deutschland aber garnicht so leicht ist eine Poffertjes-Pfanne zu finden (die vorallem auch auf Ceran- oder Induktionsherdplatten verwendbar ist) könnt ihr die Poffertjes nach Traditions Rezept auch in einer flachen Pfanne zaubern.  

Das Ergebnis mag flacher sein wie man auf dem Bild schön sehen kann, doch sie schmecken wie richtige Poffertjes schmecken müssen! :)

Beim 'Dazu' habt ihr freie Wahl. Ob traditionell mit Puderzucker und Zuckerrübensirup (Stroop) oder aber mit frischen Früchten, Schokoladensauce, Zimt und Zucker oder Marmelade. Auch Füllen lassen die Münzgroßen Poffertjes sich ganz leicht wenn man in den noch weichen Teigtropfen in der Pfanne Schokostückchen, Bananenscheiben o.Ä. drückt und darauf noch einen weiteren Klecks Teig gibt.

Probiert euch einfach mal nach Lust und Laune aus ;)



Rezept

Nederlandse Poffertjes



Zutaten

für etwa 4 Portionen


Für den Teig

  • 100g Buchweizenmehl°
  • 150g Weizenmehl (405)
  • 1/2 Würfel fr. Hefe
  • 350ml Milch
  • 100g Zucker
  • 70g Butter
  • Prise Salz
  • 1 Ei
  • Etwas Öl oder Butter zum Ausbacken

Für das Topping nach Wahl

  • Puderzucker
  • Schokolade
  • Marmelade
  • Hagelslag
  • Sirup
  • Zimt
  • Obst





Anleitung


Traditionell werden Poffertjes aus Buchweizenmehl und Weizenmehl im Verhältnix 1:1 hergestellt. Das Buchweizenmehl habe ich bei uns im Supermarkt gefunden, ansonsten könnt ihr es auch hier° bestellen.
Das Buchweizenmehl hat einen sehr markanten Geschmack der typisch für Poffertjes ist.
Wenn ihr den Geschmack aber nicht so dominant haben wollt, könnt ihr das Buchweizenmehl in geringerem Mischungsverhältnis dazu geben. Ich habe eine Mischung aus 2 Teilen Buchweizen und 3 Teilen Weizenmehl.

1. Mischt beide Mehlsorten, gebt den Zucker und die zerkrümelte die Hefe dazu und gießt alles mit lauwarmer Milch auf. Optional könnt ihr etwas Vanille oder echtes Vanilleextrakt hinzu geben. Lasst die Hefe kurz aufgehen und verrührt dann alles zu einem sämigen Teig.

2. Nun die zerlassene Butter, das Ei und eine Prise* Salz unter den Teig rühren. Für ein fluffiges Ergebnis gebt ihr dem Poffertjersteig nun nocheinmal 15-20 Minuten Ruhezeit.

3. Wenn der Teig etwas aufgegangen ist könnt ihr ihn in eine Spritzflasche° oder einen Spritzbeutel umfüllen. So ist das Portionieren leichter, es geht aber natürlich auch mit einem Löffel.
Die Poffertjespan° etwas einölen und auf dem Herd vorheitzen.
Wenn ihr einen Poffertjes Maker° verwendet, diesen ebenfalls etwas einölen und orheizen lassen. 

4. Den Teig nun in jedes des Grübchen einfüllen und den Teig nur kurz bei niedriger bis mittlerer Stufe ausbacken. Der Teig soll nicht zu durch und Innen noch saftig weich bleiben.
In einer Poffertjespan gelingt dies natürlich etwas leichter, es klappt aber auch in der normalen Pfanne ohne Probleme. Eure Poffertjes werden dann nur etwas flacher. ;)

5. Falls ihr mit dem Öl zu großzügig wart solltet ihr ihr die fertigen Poffertjes noch auf etwas Küchenkrepp abtropfen lassen.

6. Ganz nach Wunsch könnt ihr nun eure Poffertjes mit all euren Toppings garnieren.
Traditionell ist das Puderzucker, Stroop (Sirup) und etwas Butter. Aber auch frisches Obst, Schokolade oder Eis passen sehr gut. Drauf darf was lecker ist! Natürlich frisch und warm genießen.

*Total unwichtige aber süße Randinfo; Auf niederländisch sagt man zu einer Prise "Snuf je", ausgesprochen snüffje. Wie gesagt, unwichtig aber einfach nur niedlich ♥


Viel Freude beim Nachkochen und eet smakelijk - Guten Appetit :)

Eure Lilli ♥  



°Für Produkte, die ihr über diese Links kauft, erhalt ich ein paar Cent von Amazon. Der Preis bleibt für euch natürlich exakt der Gleiche. Vielen Dank für eure Unterstützung. ♥

Sonntag, 19. November 2017

Koreanisches Mak-Kimchi ♥ vegan

Das sauer scharfe Nationalgericht Süd Koreas.


Heute habe ich ein Rezept für euch welches der ein oder andere vielleicht schon mal gehört hat, die meisten aber wahrscheinlich noch nicht kennen. In Süd Korea hingegen isst man es zu jeder Tageszeit und zu fast jedem Gericht. Kimchi!
Ursprünglich diente Kimchi als Vitamin C Vorrat für den Winter, ähnlich wie das deutsche Sauerkraut.
Der fermentierte Kohl erfreut sich aber so großer Beliebtheit, dass man ihn mittlerweile in Süd Korea das ganze Jahr über antrifft.

Da die Zutaten günstig und die Zubereitung recht einfach ist wird Kimchi gerne Zuhause hergestellt, vorallem im Herbst um für den Winter vor zu sorgen. Natürlich hat jeder von Region zu Region und von Familie zu Familie sein ganz eigenes Rezept.

Aber was genau ist Kimchi eigentlich? In Korea wird allgemein Gemüse, welches durch Milchsäuregärung fermentiert wurde Kimchi genannt.
Die beliebteste Variante ist das Baechu-Kimchi aus Chinakohl, es gibt aber auch zahlreiche weitere Variationen mit Gurken, Rettich, Lauchzwiebeln oder Schnittknoblauch als Hauptzutat.
In einigen Rezepten kommen sogar Früchte wie Äpfel oder Jujube mit hinein.

Einer der Zutaten ist jedoch zumeist Fischsauce oder gehackte Meeresfrüchte.
Für alle Vegetarier und Veganer ist ein Blick auf die Zutatenliste also angesagt.
Ein Grund mehr Kimchi ganz ohne Fischsauce selber zu zaubern.
Heute möchte ich mein lieblings Rezept für Mak-Kimchi - also ein einfaches, schon vorgeschnittenes Kimchi aus Chinakohl - mit euch teilen. 
Wer dennoch nicht auf den fischige Charakter verzichten möchte, kann das Pul mit Kelp Sud anrühren oder klein geschnittene Noriblätter mit beifügen.

Morgens, mittags, abends ... Kimchi!


Während Sauerkraut bei uns zumeist nur im Winter neben deftigen Gerichten gereicht wird, findet man das Kimchi in Korea fast überall.
Das fermentierte Gemüse ist dort alles andere als Altbacken und findet auch in Europa und Amerika immer häufer seinen Weg auf unsere Teller. Zurecht, denn Kimchi ist nicht nur sehr gesund sondern auch äußerst vielfältig.
Ob als Vorspeise (Banchan), angebraten mit Reis (Kimchi-Bokkeumbap), als Füllung in Mandus (koreanische Dumplings), als Suppeneinlage (Kimchi-Guk) oder auch in modernen Neuschöpfungen wie Kimchi Burger.

Die wohl bekannteste Kimchi Variante ist das Baechu-Kimchi hauptsächlich bestehend aus Chinakohl.
Doch auch Variationen mit Gurke, Lauchziebeln oder Rettich als Hauptzutat sind sehr beliebt.
Zudem unterscheidet man noch in Sommer- (frisches, nur wenig fermentiertem Kimchi) und Winterkimchi (über mehrere Wochen bis Monate fermentiert).
Das Sommerkimchi "Baechu-Geotjeori" ist sehr scharf, knackig und süßlich. Die Wintervariante verliert mit der Fermentation etwas an schärfe und wird immer saurer.
Und wer es garnicht scharf mag greift zu Baek-Kimchi, sogenanntes weißes Kimchi.
Dieses wird ganz ohne Chilipulver hergestellt.

Die richtige Schärfe macht's...


Wer zum aller ersten mal Kimchi isst, ist nicht unbedingt direkt begeistert. Es gibt nur wenig vergleichbares in unserer heimischen Küche und der Geschmack ist sehr ungewohnt.
Am ehesten lässt es sich noch mit Sauerkraut vergleichen, doch während der Weißkohl für das Sauerkraut lediglich mit ein paar Gewürzen fermentiert wird, kommt in das Kimchi oft reichlich weiteres Gemüse, Knoblauch, Chilipulver sowie Zucker.

Das Chilipulver (Gochugaru) verleiht dem Kohl die kräftig rote Farbe, ist jedoch nicht zu verwechseln mit Chilipulver oder Chilisaucen aus anderen Ländern wie zum Beispiel der beliebten aber sehr scharfen Sriracha Sauce oder dem türkischen Biberpulver!

Gochugaru ist ein spezielles koreanischen Chili-/Paprikapulver.
Gochujang ist eine fermentierte Würzpaste aus Sojabohnen, Reis, Chili(Guchugaru) und weiteren Zutaten. Sie ist scharf aber deutlich milder als pure Chilisaucen, zudem bringt sie einen besonderen und typischen Geschmack mit.
Da das Chilipulver Gochugaru oft nur in sehr großen Packungsgrößen angboten wird und die Würzpaste Gochujang deutlich milder ist empfehle ich "Kimchi Anfängern" gerne die Variante mit Gochujang.

Für diese Zutaten kann ich euch natürlich einen Gang zum Asiamarkt (am Besten ein koreanischer Markt) zum Beispiel den Hanaromarkt in Düsseldorf empfehlen, oder ihr bestellt die Zutaten bequem im Internet.
Hier findet ihr das Gochugaru und die Gochujang auf Amazon. Für Produkte die ihr über diese Links kauft, erhalt ich ein paar Cent von Amazon. Der Preis bleibt für euch natürlich exakt der Gleiche. Vielen Dank für eure Unterstützung. ♥



Rezept

막김치 -  Mak-Kimchi



Zutaten

Für Gläser mit etwa 500-600ml Volumen

Das Gemüse

  • 800g Chinakohl
  • 200g Rettich
  • 200g Karotte
  • 3-4 Lauchzwiebeln
  • reichlich Salz 

Die Sauce

  • 50g Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 15g Ingwer
  • 50ml Sojasauce
  • 50g Zucker
  • Gochujang oder Gochugaru (siehe Rezept Punkt 4.)
  • 10g Reisemehl
  • 80g Wasser




Anleitung


1. Gemüse vorbereitend waschen. Den Chinakohl aufschneiden und vierteln. Die Viertel in mundgerechte Stücke schneiden, wie groß oder klein das ist, ist Geschmackssache. ;)
Den geschnittenen Kohl nun in eine Schüssel geben und mit reichlich Salz bestreuen.
Dies dient nicht etwa zum würzen, sondern soll dem Kohl Wasser entziehen und ihn so weich machen. Der gesalzene Chinakohl darf nun für gut eine Stunden ruhen.

2. Rettich und Karotte in feine Julienne stifteln, die Lauchzwiebeln halbieren und in grobe Rauten schneiden.  

3. Für das Pul wird das Reismehl in kaltes Wasser ein gerührt und unter ständigem Rühren kurz aufgekocht bis es eine dicke, puddingartige Konsistenz erreicht.

4. Für die Sauce werden Knoblauch und Ingwer geschält sowie die Zwiebeln grob gewürfelt.
Darauf kommen das fertige Pul, Sojasauce, Zucker und Gochugaru oder Gochujang. Das ganz mit einem Pürierstab oder der Küchenmaschine gut Mixen.
Wieviel Scharf darf's sein? :
Mildes Kimchi: 50g Gochujang oder 25g Gochugaru
Scharfes Kimchi: 150g Gochujang oder 40g Gochugaru
Traditionell scharfes Kimchi: 250g Gochujang oder 60g Gochugaru

5. Den Chinakohl nun von Salz und Lake befreien und mehrmals gründlich abspülen.
In Korea spricht man im übrigen von "der Kohl ist gestorben" - klingt sehr hart, meint aber nur dass der Chinakohl weich geworden ist wenn er lange genug im Salz gezogen hat.

6. Nun kommen Kohl, Gemüse und Sauce zusammen. Das ganze kräftig zusmmen kneten, das mache ich am liebsten mit den Händen. Bei Wunden oder empfindlicher Haut sind Latex Handschuhe sehr empfehlenwert!

7. Das fertig durchgeknetete Kimchi kann nun in Einmachgläser abgefüllt werden.
Diese auf jeden Fall vorher mit heißem Wasser oder im Backofen sterilisieren.
Vorallem Bügelgläser bei denen man den Dichtungsring entfernt eignen sich sehr gut, so kann das entstehende Gas entweichen.
Wer keinen Gärbehälter oder Bügelglas hat kann einfache Marmeladengläser verwenden und sie nach dem Befüllen mit Frischhaltefolie und einem Gummiband verschließen.
Drückt das Kimchi ganz fest in die Gläse so dass möglichst keine Lüfteinschlüsse bleiben und das Gemüse vollständig mit Sauce bedeckt ist.
Bei der Füllhöhe ist darauf zu achten, dass etwa 2cm Platz zum obersten Rand gelassen werden, da die Gläser sonst beim fermentieren überlaufen.
Das Glas ggf. auf einen Teller oder in eine Schale stellen um austretende Flüssigkeit ohne große Sauerei auf zufangen.

8. Denn das Kimchi muss nun den Fermentationsprozess starten. Dazu bleiben die Gläser für mehrere Tage bei Raumtemperatur stehen. Je nach Temperatur beginnt euer Kimchi nach 2-7 Tagen an zu Gären. Dies erkennt ihr an entstehenden Luftbläschen im Glas.
Damit das Kimchi nicht überläuft und das Gemüse weiterhin überall im Sauce bedeckt ist, drückt ihr das ganze mit einem sterilem Löffen 1-2 mal am Tag wieder runter.
Es ist normal dass das dabei austretende Gas "etwas komisch" riecht, schließlich gärt euer Kohl gerade.

9. Nach ca. 3 aktiven Fermentationstagen könnt ihr das Kimchi in den Kühlschrank stellen und dort weiter gären lassen. Nun braucht ihr es nicht mehr regelmmäßig runter zu drücken.
Wenn euer Kimchi nicht gleich mit der Gasbildung beginnt ist dies nicht schlimm, ihr müsst nur etwas Geduld haben.

10. Ab wann ihr es probiert bleibt euch überlassen. Wenn ihr es nur ein paar Wochen fermentieren lasst ist es noch sehr frisch, scharf, wenig sauer aber ein bisschen "prickelig" auf der Zunge.
Je länger es fermentiert desto saurer wird es.

Bezüglich der Haltbarkeit braucht ihr euch keine Sorgen machen solange keine Verschmutzungen in das Kimchi kommen. Selbst nach 1 1/2 Jahren geöffnet im Kühlschrank war es bei mir noch stets bedenkenlos genießbar und reifte einfach nur weiter!
Aber in der Regel ist es schon deutlich früher weg gefuttert falls ihr nicht gerade mehrere Kilo Kimchi macht ... so wie ich manchmal ;)


Viel Freude beim Nachkochen und 잘 먹겠습니다  - Guten Appetit :)

Eure Lilli ♥

Dienstag, 31. Oktober 2017

Amerikanische Candy Apples ♥ Halloween Special


Ein Jahrmarkts-Klassiker mit vielen Namen...


Paradiesapfel, Liebesapfel, Kirmesapfel, kandierter Apfel oder wie im Original von 1908 einfach "Candy Apple".
Die knallrote Kinder Leckerei wurde vor 109 Jahren von William W. Kolb in New Jersey zur Adventszeit kreiert und ist heute in vielen Ländern - sogar in China, Brazilien und Israel - beliebt.

Während man den Zuckerapfel am Stiel bei uns, in Frankreich, Kanada und Japan vorallem von Volksfesten und Märkten kennt, hat er in seinem rotem Mäntelchen mit Zimtnote in den USA an Weihnachten Hochsaison.

In England und Irland kommt der Candy Apple an Halloween in den Süßigkeitenbeutel.
Für mich Anlass genug um euch zu zeigen wie ihr die süßen Äpfel ganz leicht nachmachen könnt!
 

So einfach und doch so raffiniert...


Natürlich ist ein kandierter Apfel wie der Name schon sagt lediglich ein Apfel mit Zuckerüberzug. ;)
Diese Schlichtheit bietet aber allerhand Möglichkeiten. So lässt der Guss sich prima dem Anlass entsprechend einfärben, denn es muss ja nicht immer rot sein. Wie wäre es an Halloween mit einem schaurig schwarzem Zuckermantel?
Auch leckere Caramell- oder Schokoüberzüge passen super zum fruchtigem Kern.

Zudem kann die Zuckerschicht mit natürlichen Zutaten ganz leicht aromatisiert werden.
Traditionell kommt ein Hauch Zimt hinein. Wer aber kein teures Zimtaroma verwenden möchte kann auf Zimtstangen oder sogar Teebeutel zurück greifen. Neben Zimt oder Chai Tee könnte ihr zum Beispiel auch Pfefferminze, Früchtetee oder sogar Matcha verwenden.

Ein Hingucker auf eurer Halloween Party...


Ob in Blutrot, Nachtschwarz oder Zombiegrün. Kandierte Äpfel sind eine Kindheitserinnerung mit der ihr bestimmt jeden Gast eurer Halloween Party  überrascht.

Einen besonders schaurig schönen Touch bekommen sie wenn ihr statt Holzspieße ein paar schöne Stöcke aus dem Garte verwendet. Reinigt die Äste dafür, trocknet sie etwas und spitzt sie an einer Seite an.

Wenn ihr nur einfach dünne Schaschlikspieße zur Verfügung habt, solltet ihr am Besten 3 Stück für einen Apfel verwenden, damit das Gewicht des Apfels getragen werden kann. Einfach mit etwas Washitape zusammen kleben und dekorieren. ♥


Rezept

Paradiesäpfel - Candy Apples



Zutaten

ergibt 6 Stück

Für den Zuckermantel

  • 120g Zucker
  • 30g Corn Sirup
  • 50g Wasser
  • Zimtstangen oder Zimtaroma (Minztee, Matcha etc.)
  • Rote Lebensmittelfarbe (oder andere Farben nach Wunsch)

Außerdem

  • 6 Äpfel (ich nehme Elstar)
  • 6 Stöcke oder Holzstiele



Anleitung


1. Wenn ihr kein Zimtaroma verwendet solltet ihr die Zimtstangen für mehrere Stunden oder über Nacht ziehen lassen. Dafür die Stangen in das Wasser für den Zuckermantel geben, aufkochen und stehen lassen.

2. Die Äpfelchen reinigen und trocknen. Dann mit dicken Holzstäben aufspießen.
Wenn ihr keine dicken Spieße findet, könnt ihr auch Äste aus dem Garten verwenden. Einfach reinigen und Anspitzen. 

3. Für den Mantel Zucker, Teesud, Corn Sirup und Lebensmittelfarbe in einen Topf geben und verrühren. Die Zuckermasse auf mittlerer Stufe ohne rühren aufkochen lassen bis es eine Temperatur von 140-150°C erreicht hat.  

4. Nehmt den Topf nun vom Herd und haltet ihn leicht schräg, sodass der Zucker runter läuft und ihr die Äpfel langsam und gleichmäßig durch die Masse ziehen könnt. 
Macht den Zuckermantel am Besten nicht zu dick.

5. Die fertigen Äpfel könnt ihr nun auf einem Backpapier oder einer Backmatte abkühlen lassen. 

6. Wenn ihr möchtet könnt ihr die Äpfel auch noch mit Streuseln oder Schokolade verzieren.
Mit einem feinen Spritzbeutelchen und flüssiger Schokolade einfach nach Lust und Laune Muster auf die Äpfel malen. So könnt ihr auch Schneewittchens vergifteten Apfel zaubern. 



Viel Freude beim Nachkochen und enjoy your Candy Apple - Guten Appetit :) 

Eure Lilli ♥