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Sonntag, 29. April 2018

Cremige Pastéis de Belém ♥ wie in Lissabon

Sahnetörtchen aus der Stadt der Sieben Hügel...


Jeder, der schon einmal in Portugals Hauptstadt war, kennt und liebt die kleinen gelben Törtchen.
Sie sind zurecht die wohl bekannteste Süßspeise des Landes. Und wer sie einmal probiert hat, weiß wovon ich rede wenn ich sage "

Pastel de Belém (Pastetchen von Belém) wurden im 18. Jahrhundert von Mönchen eines Klosters im gleichnamigen Stadtteils Lissabons kreiert. Als das Kloster 1834 seine Tore schließen musste, verkauften Sie das Rezept an die benachbarte Zucker Raffinerie.
Seither werden sie vorallem auch unter dem Namen Pastéis de Nata (Sahnetörtchen) im ganzen Land in Pastelarias, Cafes und Supermärkten verkauft.

Das original Rezept...


...bleibt leider nach wie vor geheim. Auch nach 200 Jahren kennen nur wenige das original Rezept der Mönche aus dem 18. Jahrhundert.
Daher gibt es viele unterschiedliche Varianten der süßen Törtchen. Manch Pasteleria schwört auf die Einfachheit ihres Rezeptes und verwenden nur Mehl, Butter, Eigelb, Milch und Zucker. Andere verwenden zusätzlich Sahne und einige verfeinern die Creme mit den Aromen von Vanille, Zitronenschale und Zimt.
Doch die Grundzutaten, so wie die Zubereitungsart bleiben fast überall gleich.

Ich möchte euch heute ein sehr einfaches, schnelles und gelingsicheres Rezept für die Pastéis de Belém zeigen, das euch bestimmt begeistern wird.
Da Blätterteig in der Herstellung sehr aufwändig ist greife ich auf fertigen Blätterteig aus der Kühltheke zurück. Die Füllung aus den traditionellen Zutaten wird zusammen gerührt, abgefüllt und erst im Backofen fest gebacken. Das Einkochen der Puddingmasse vor dem Backen können wir uns so sparen! Auch in viele Pastelarias werden die Törtchen so zubereitet.
Mit diesem leichten Rezept zaubert ihr ganz einfach aus eurer Küche ein kleines Eckcafe in den Gassen Lissabons! ;)
Also unbedingt nachmachen und genießen... ♥




Rezept

Pastéis de Belém


Zutaten

ergibt etwa 8-12 Törtchen je nach Größe der Formen

Für den Teig

  • Blätterteig, gerollt
  • 1 EL Butter, zimmerwarm

Für die Füllung

  • 300ml Milch
  • 100ml Milch (zusätzlich)
  • 2 EL Mehl
  • 120g Zucker
  • 2 Eigelb
  • 1 Bio Zitronen
  • 1 Zimtstange
  • 1/2 Vanillestange (oder 1 TL Extrakt)



Anleitung


1. Für die knusprigen Törtchen verwende ich gekauften Blätterteig, wer möchte kann natürlich auch frischen bereiten. Wenn der Blätterteig Zimmertemperatur hat, kann dieser entrollt werden, ohne dass er bricht. Bestreicht den Teig mit der weichen Butter, rollt den Teig wieder auf und schneidet die Rolle in ca. 3 cm dicke Scheiben (8-12 Stück).

2. Drückt diese Teigscheibchen nun in eine Muffinform oder Pastel Backförmchen, mit der gekringelten Fläche nach oben. Drückt den Boden besonders dünn aus und schiebt die Ränder mit den Fingern hoch. 
Während ihr die Füllung bereitet kann die Form im Kühlschrank ruhen.

3. Die größere Menge Milch wird nun zusammen mit Zucker, Vanille, Zimtstange und etwa 2-4 Streifen Zitronenschale aufgekocht. Die Zitronenschale könnt ihr einfach mit einem Sparschäler abschälen. Wenn die Milch aufgekocht hat nehmt ihr den Topf vom Herd und lasst alles noch für mindestens eine Stunde ziehen.

4. Dann rührt ihr die kleinere Menge Milch zusammen mit Mehl und Eigelb zusammen. Entfernt die Zitronenschale sowie die Zimtstange aus der gekochten Milch und rührt diese in die Mehlmischung ein.
Die flüssige Füllung kann nun in die Blätterteigschälchen gegeben werden. Lasst etwa 1cm Platz bis zum oberen Rand, damit die Füllung beim Backen nicht überläuft. 

5. Die Pastéis werden bei 220°C Ober- & Unterhitze für etwa 16 Minuten gebacken, bis sich dunkle Karamellblasen auf der Oberfläche bilden.

6. Serviert werden die knusprigen Törtchen warm, mit einer Schicht Puderzucker und einer Prise Zimt.


Viel Freude beim Nachmachen & Vernaschen - bom apetite :)

Eure Lilli ♥ 

Mittwoch, 28. März 2018

Babka mit fruchtiger Füllung ♥ fluffig & saftig


Ein Kuchen im Wandel der Zeit...


Babka ist längst kein Geheimtipp mehr sondern mittlerweile ein wahrer Foodtrend und ein Social Media Star unter den Gebäcken.

Jüdische Einwanderer brachten die fluffige Köstlichkeit früher nach Nordamerika. Heute wird in vielen Reiseführern für New York, Montreal und Toronto Babka in der Kategorie "Things you HAVE TO eat" empfohlen.


Die Heimat des Babka...


Big Apple hat schon so einige groß gemacht. Auch der Trend um den verdrehten Kuchen hat seinen Höhepunkt in New York City.

Dass im Bundesstaat New York ca. 2 Millionen Juden leben hat wahrscheinlich einen großen Teil zur Bekanntheit und Beliebtheit des heutigen Babkas beigetragen, was man ebenso über Bagels behaupten könnte.

Das Angebot an Babka in New York ist groß. Von schokoladig, über nussig, bis fruchtig. Mit Sirup, Streuseln, Raspeln, Sahne und Toppings. Wie die meisten Konsumprodukte wird auch Babka an die Vorlieben des Kunden angepasst und den Nordamerikanern kann es dabei wohl nie süß genug sein.

Die Wurzeln des Babka...


Die neue Wahlheimat des süßen Hefekuchens ist heute wohl die Neue Welt, doch seine Wurzeln hat er in Osteuropa.
Sein Namensvetter wohnt in Polen, dort heißt Babka soviel wie "Großmutter". Der polnische Babka ist ebenfalls aus Hefeteig wird aber in einer Gugelhupfform statt in einer Kastenform gebacken.

Entstanden ist die jüdische Babka Variante wahrscheinlich aus Teigresten für Challa Brot.
Diese Brote werden traditionell an jüdischen Feiertagen gebacken. Der Teig ist parve, also "neutral" damit das fertige Challa Brot sowohl süß zu milchigen Produkten als auch herzhaft zu Fleisch gegessen werden kann.
Das bedeutet, dass der Teig auf milchige Produkte verzichtet.
Übrig gebliebener Teig wurde dann mit Schokolade oder Zimt bestrichen und aufgerollt, häufig auch mit Streuseln garniert und in einer Kastenform ausgebacken, wie sich noch heute einige an Früher erinnern.
Heute kommen in fast allen morderneren Babka Rezepten Milch und Butter in den Teig um den Kuchen noch süßer und Kuchentypischer zu machen.

Ein "Osterzopf" mit Pfiff... 


Babka und Ostern haben auf den erste Blick eigentlich keine direkte Verbindung, denn Juden feiern kein Ostern und christen backen kein Challa. Doch dieses Jahr feiern wir das jüdische Pessach Fest und das christischen Oster Fest mal zusammen, zumindest wenn es nach dem Kalender geht. Und ähnlich wie das Challa Brot für Pessach backen auch Christen gerne Hefezöpfe für Ostern.
Wieso dieses Jahr also nicht mal kulturübergreifend einen köstlichen Babka am Ostersonntag zum Kaffee servieren? Eure Familie wird begeistert sein! ♥

Daher möchte ich euch heute ein älteres Babka Rezept aus Challa Teig ans Herz legen.
Der Teig ist herrlich fluffig und nicht zu süß, die Obstfüllung macht den Kuchen wunderbar saftig.
Und wer Lust hat macht es wie die New Yorker und probiert sich an immer neuen Kreationen bei der Füllung aus.
Wie wäre mit Babka "New York Cheesecake Style" mit Frischkäse und Himbeeren, oder doch lieber wie "Chocolat Krantz Cake", das Pendant aus Jerusalem mit Schokolade und Nüssen?
Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. ♥





Rezept

Babka mit Äpfeln und Heidelbeeren


Zutaten

ausreichend für eine Kastenform (ca. 11x30cm)


Für den Teig

  • 300g Mehl
  • 80ml Wasser
  • 2 Eier (S-M)
  • 30g Zucker
  • 30g Pflanzenöl
  • 15g frische Hefe
  • Prise Salz

Für die Füllung

  • 1-2Äpfel
  • 150g Heidelbeeren (frisch oder TK)
  • 50g Zucker
  • 1/2 TL Zimt

  • Weitere Füllungen wie Schokolade, Nuss, Mohn, Erdbeer oder Nougat/Nutella sind natürlich ganz nach Geschmack ebenfalls möglich. 

Für das Topping nach Wahl

  • Mandelplättchen
  • Hagelzucker
  • oder Streuselteig





Anleitung


1. Für den Teig siebe ich das Mehl in eine Schüssel, drücke eine Mulde hinein und gebe die Hefe, den Zucker sowie das lauwarme Wasser in die Mulde. Gebt die Eier in eine Schüssel, verquirrlt sie gute und nehmt ca. 1-2 EL von dem Eiquirrl ab. Diesen benötigen wir noch zum Bestreichen.
Die Hefe sollte nun für 10 Minuten gehen, dann kommen Eier, Öl und Salz dazu. Alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten.
Der Teig ist recht freucht und klebrig, bitte vorerst kein weiteres Mehl hinzu geben. Die Schüssel mit einem Handtuch abdecken und für minestens 30 Minuten an einen warmen Ort stellen, damit die Hefe aufgehen kann.

2. In der Zeit wird das Obst vorbereitet. Die Äpfel in schöne kleine Würfel schneiden und die Blaubeeren (falls ihr TK Ware nehmt) auftauen und abtropfen lassen.


3. Wenn der Teig deutlich aufgegangen ist, kann er nun auf einer reichlich(!) bemehlten Fläche ausgerollt werden. Er sollte etwa 0,5cm flach sein.
Da der Teig recht klebrig ist sollte nicht am Mehl gespart werden. Dieses aber nur oberflächlich verwenden, damit nichts anpappt und nicht weiter in den Teig einarbeiten.


4. Auf den ausgerollten Teig kommen jetzt die Beeren, darauf die Äpfel und zum Schluss überstreue ich noch alles mit Zimt und Zucker. Klappt erst einen Rand eures Teiges um, dann rollt ihr alles peu à peu auf. Dabei solltet ihr die Rolle zwischen durch immer mal etwas andrücken, damit es Stabilität gewinnt.


5. Die gefüllte Teigrolle dann mit einem scharfen Messer in der Mitte aufgeschnitten werden.
Die aufgeschnittenen Teiglinge klappt ihr mit der Schnittkante nach oben und legt nun in der Mitte beginnend immer eine Seite über die andere. So bekommt euer Babka einen schönen verdrehten Look.
Wenn eure Rolle aber wenig Stabilität oder viel Flüssigkeit hat könnte sie auseinander fallen.
Dann rollt ihr sie noch etwas weiter aus, klappt sie in der Mitte zusammen und verdreht einfach die uneingeschnittenen Teigstränge miteinander. So habt ihr dennnoch einen geflochtenen Look und viele einzelne Lagen beim Anschneiden.


6. Gebt den Babka vorsichtig in eine gefettete und bemehlte Kastenform, bestreicht ihn mit dem Eiquirrl und berieselt ihn mit den Mandelsplittern (oder anderes Wunschtopping). Dann lasst ihr den Teig abgedeckt noch einmal für 30 Minuten an einem warmen Ort ruhen.


7. Den Ofen auf 160°C Umluft vorheitzen. Wenn der Teig in der Form gut aufgegangen ist kann er für 35-40 Minuten in den Backofen.


8.  Lasst den Babka vorerst etwas abkühlen, dann könnt ihr ihn aus der Form nehmen. Wenn er sich nicht direkt stürtzen lässt hebele ich ihn an den Seiten mit einem Pfannenwender vorsichtig an, dann kommt er leichter aus der Form.


9. Wer möchte kann Sahne, Sirup oder geschmozlene Schokolade über den Babka geben.
Doch er ist so fluffig und saftig, dass es eigentlich keines zusätzlichen Toppings bedarf.



Viel Freude beim Nachmachen & est gezunterhayt! - guten Appetit :)

Eure Lilli ♥  

Sonntag, 18. Februar 2018

Schillerlocken mit Puddingcremefüllung ♥ vegan


Ein Dessert wie ein Gedicht...


Denn die süßen kleinen Blätterteighörnchen verdanken keinem geringeren als dem Dichter Friedrich Schiller ihren Namen.
Die Schillerlocken sind vorallem in Österreich bekannt und werden dort in Cafes und Bäckereien mit einer Sahne-, Eischnee- oder Cremefüllung serviert. Daher werden sie auch öfters als Schaumrollen bezeichnet.

Die krossen Röllchen bieten viele Möglichkeiten der Variation, ganz nach Geschmack und Vorliebe.

Daher habe ich 3 leckere, süße Varianten für euch. Vanille, Schokolade und Himbeere. ♥
Aber auch herzhaft lassen die Löckchen sich befüllen. Zum Beispiel mit Püree, Frischkäsecrem oder Gemüse.



Voller Genuss ohne schlechtes Gewissen...


...zumindest was die Ethik angeht, denn diese luftigen Röllchen hier kommen ganz ohne tierische Produkte aus. Ich bin mir sicher, eure Gäste werden es kaum glauben können, dass DIE wirklich vegan sind!
Und dafür braucht ihr keine teuren Ersatzprodukte oder speziellen veganen Blätterteig, denn die meisten Sorten sind von Hause aus vegan.

Spezieller wird es natürlich bei den Backförmchen, die hat natürlich nicht jeder Zuhause.
Wer sich keine extra Hörnchenform zulegen oder ganz spontan Schillerlöckchen zaubern möchte, kann sich ganz leicht aus Backpapier kleine Trichter rollen. Wie ihr das genau macht, zeige ich euch auch im Video.

Also einfach mal ausprobieren und Freunde, Familie oder Kollegen mit dieser veganen Köstlichkeit überraschen. ♥


 

Rezept

Schillerlocken mit Puddingcreme


Zutaten

etgibt etwa 10 Stück je Sorte

Für die Vanille Hörnchen

  • 1 Pack. Blätterteig (vegan)
  • 300ml Pflanzenmilch
  • 90g Margarine (vegan)
  • 60g Zucker
  • 30g Stärke
  • 1 TL Vanilleextrakt (oder Mark von 1/2 Vanilleschote)

Für die Schoko Hörnchen

  • 1 Pack. Blätterteig (vegan)
  • 300ml Pflanzenmilch
  • 120g Zartbitterschokolade (vegan)
  • 75g Margarine (vegan)
  • 60g Zucker
  • 30g Stärke
  • 1/2 TL Vanilleextrakt (oder Mark von 1/4 Vanilleschote)
  • Prise Salz

Für die Himbeer Hörnchen

  • 1 Pack. Blätterteig (vegan)
  • 300ml Pflanzenmilch
  • Himbeeren (frisch oder aufgetaut)
  • 90g Margarine (vegan)
  • 60g Zucker
  • 30g Stärke
  • 1/2 TL Vanilleextrakt (oder Mark von 1/4 Vanilleschote)




Anleitung


Wenn ihr alle drei Sorten mit nur einer Packung Blätterteig zaubern wollt, müsst ihr die Mengenangaben einfach dritteln.

1. Lasst den Blätterteig Zimmertemperatur annehmen, bevor ihr ihn ausrollt damit er nicht bricht.
Dann teilt ihr den Teig in ca. 10 Streifen.

2. Die Teigstreifen wickelt ihr an der Spitze beginnend auf eure Formen auf. Der Teig sollte sich dabei gut überlappen. Platziert alle Teigrollen auf einem Backpapier oder einer Backmatte und lasst sie für ca. 16-18 Minuten bei 200°C Umluft kross aufbacken.
Der Teig geht besonders schön auf wenn ihr die Backunterlage vorher leicht mit Wasser anfeuchtet.

3. Die Hörnchenformen lassen sich nach dem Backen besonders leicht entfernen wenn sie noch etwas warm sind.

4. Für die Puddingcremefüllung wir die Stärke in einem kleinen Schluck der Pflanzenmilch aufgelöst.
Für die Himbeerfüllung könnt ihr die Himbeeren durch ein Sieb passieren und die Stärke in dem Himbeerpüree auflösen statt in der Milch.

5. Die restliche Milch gebt ihr zusammen mit Zucker (, Salz) und Vanille in einen Topf und lasst diese unter rühren einmal kräftig aufkochen und reduziert die Hitze dann auf kleinste Stufe.
Für die Schokofüllung nehmt ihr die heiße Milch vom Herd und löst die Schokolade darin auf.

6. Dann könnt ihr die aufgelöste Stärke hinein rühren und so einen leckeren Vanille-, Schoko- oder Himbeerpudding zaubern. Dieser muss nun komplett abkühlen.

7. Der abgekühlte Pudding kann nun zusammen mit der zimmerwarmen Margarine zu einer luftigen Creme aufgeschlagen werden. Dazu solltet ihr die Masse für ca. 4-5 Minuten mit einem Handrührgerät oder einer Küchenmaschine aufschlagen. Stellt die Masse vor dem Füllen nun noch einmal für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank.

8. Dann kann die Creme in einen Spritzbeutel abgefüllt werden. Mit schöner Spritztülle sehen die Cremespitzen eurer Schillerlöckchen besonders schön aus.
Die Blätterteig Hörnchen sollten vor dem Befüllen komplett ausgekühlt sein.

9. Zum Schluss beriesel ich die Schaumrollen dann noch mit Puderzucker. ♥

Tipp: Alternativ zum Puderzucker könnt ihr die Teigrollen vor dem Backen auch in Hagelzucker drücken.


Viel Freude beim Nachmachen & an Guaden - guten Appetit :)

Eure Lilli ♥ 

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Schwedische Kanelbullar ♥ am Tag der Zimtschnecken


Fröhlichen Zimtschnecken Tag alle miteinander... 


Ja, so etwas gibt es wirklich! ;)
Wer bei so verrückten Feiertagen an die USA denkt liegt aber weit daneben. Denn der "Kanelbullens Dag" wird seit 1999 am 4. Oktober jeden Jahres in Schweden gefeiert.
Und das Gebäck ist nicht Grundlos so beliebt!

Kanelbullar werden aus einem Hefeteig - verfeinert mit Kardamom - und einer Füllung aus Margarine und natürlich reichlich Zimt gezaubert. Als kleines Krönchen werden sie mit Hagelzucker bestreut.

So süß und lecker kann vegan sein...


Bei "vegan Backen" denken sicherlich viele an Ei-Ersatzprodukte, teure Austauschstoffe oder kuriose Zutaten, die man nur im Reformhaus findet.

Da der Teig aber ganz ohne Ei auskommt und zumeist mit Margarine statt Butter hergestellt wird könnt ihr die Kanelbullar ganz ohne Aufwand oder Geschmackverlust vegan herstellen.
Verwendet dazu einfach eine Pflanzenmilch. Ich kann euch vorallem Hafermilch empfehlen.

Wie feiert man den Kanelbullens Dag am Besten?


Natürlich mit einer frisch gebackenen Ladung der duftenden Zimtschneckchen. :)

Wäre das nicht ein guter Anlass spontan die Beste Freundin ein zuladen oder die Familie mit herrlichem Zimtduft in die Küche zu locken?

Egal ob zum Kaffee, leckerem Chaitee, oder einer heißen Schokolade - die Kanelbullar sind zum genießen da!
Und natürlich nicht nur am schwedischen Zimtschnecken Tag. ;)

Fertig gebacken und eingefroren könnt ihr die Schneckchen lange Lagern und nach Bedarf frisch aufbacken.
Dazu die Kanelbullar bei 160°C Umluft für 5-6 Minuten in den Ofen geben.

Ich hoffe ihr habt nun so richtig Lust auf Zimtschnecken bekommen.

Nachbacken und probieren lohnt sich! ♥


... und wem das noch nicht reicht - einen Tag der Waffel, einen Muffintag und einen Pfannkuchen Ehrentag so wie gut 50 weitere kurios Feiertage für leckere Speisen gibt es in Schweden auch noch ;)





Rezept

Kanelbullar - Schwedische Zimtschnecken


Zutaten

ergibt ca. 15 große bis 30 kleine Kanelbullar

Für den Teig

  • 250 g Mehl
  • 150 ml Milch (oder Pflanzenmilch)
  • 50 g Butter (oder Pflanzenmargarine)
  • 30 g Zucker
  • 1 TL Kardamom, gemahlen
  • 1/2 TL Salz

Für die Füllung

  • 150 g Butter (oder Pflanzenmargarine)
  • 20 g Zucker
  • 1-2 TL Ceylon-Zimt
  • 1/2 TL Salz

Für das Topping

  • Hagelzucker



Anleitung

Kleiner Tipp vorweg: Ihr könnt einfach Butter & Milch durch pflanzliche Alternativen wie Margarine und Hafermilch ersetzen. So zaubert ihr ohne Geschmacksverlusst leckere vegane & laktosefreie Zimtschnecken! :)


1. Das Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde formen und Zucker, frische Hefe sowie warme Milch hinzufügen.

2. Die Hefe in der warmen Milch ca. 10 Minuten aufgehen lassen, dann Salz und Butter dazu geben und alles zu einem homogenen Teig verrühren. Natürlich könnt ihr auch eine Küchenmaschine oder ein Handrührgerät mit Knethaken verwenden.

3. Lasst den Teig für mindestens 30 Minuten abgedeckt ruhen bevor ihr ihn auf einer reichlich bemehlten Arbeitsfläche etwa 0,5-0,75cm dick ausrollt.


4. Für die Füllung verrührt ihr weiche Butter, Zucker und Zimt. Verteilt sie bis zum Rand auf eurem ausgerolltem Teig

5. Beim Aufrollen solltet ihr ohne viel Druck und gleichmäßig arbeiten. Klappt dafür erst den obersten Rand leicht um und rollte den Teig dann nach und nach auf.


6. Um aus der Rolle nun Schnecken zaubern benötigt ihr ein möglichst scharfes Messer um den Teig nicht zu zerdrücken. Die ideale Dicke jedes Stücks beträgt etwa 1,5 - 2cm.
Ich erhalte aus der Teigmenge so genau 20 Zimtschnecken / ein Backblech.


7. Die Kanelbullar mit genügend Abstand (die Teiglinge verdoppeln sich beim Backen) auf ein mit Backpapier oder Backmatte ausgelegtem Backblech verteilen und abdecken. Vor dem Backen dürfen die Zimtschnecken nun noch einmal für etwa 20 Minuten ruhen.

8. Den Backofen auf 230°C Ober-/Unterhitze vorheitzen. Dabei stelle ich immer eine feuerfeste Schale mit Wasser dazu, so ist viel Wasserdampf beim Backen im Ofen und der Teig trocknet nicht aus.


9. Die Schneckchen nun mit Hagelzucker berieseln für 10 Minuten in den vorgeheizten Backofen geben. Wenn ihr sehr kleine oder aber sehr große Exemplare gezaubert habt solltet ihr die Backzeit um je 2-3 Minuten entsprechend verkürzen oder verlängern.

10. Die Kanelbullar dürfen bei mir direkt nach dem Backen noch etwa 10 Minuten unter einer dicken Lage Geschirrtüchern ruhen. So bleibt der Dampf im Teig und macht ihn saftiger.

Warm schmecken sie natürlich am Besten.
Sollte es der unwahrscheinliche Fall sein, dass einmal welche übrig bleiben könnt ihr die Schnecken auch einfrieren und nach Bedarf wieder frisch aufbacken. ♥


Viel Freude beim Nachkochen und smaklig måltid - Guten Appetit :)

Eure Lilli ♥ 

Sonntag, 13. August 2017

Dicke Belgische Waffeln ♥ Gaufres de Liége




Eine herrlich duftende Kindheitserinnerung...


Wer liebt sie nicht, die Waffel. Vorallem Sonntags oder beim Besuch der Großeltern gab es bei uns süße Waffeln noch warm direkt aus dem Eisen.
Und auch heute noch zaubere ich an dem ein oder anderem Sonntag frische Waffeln belgischer Art - das lockt jeden Muffel aus dem Bett. ♥ 

Aber Belgische Waffel ist nicht gleich Belgische Waffel!
Man unterscheidet zwischen weichen dünnen Brüsseler und dicken knusprign Lütticher Waffeln.
Brüsseler Waffeln kennen wir aus einem flüssigem Rührteig in der typischen Herzform. Lütticher Waffeln hingegen haben meist ein tiefes, markantes Muster und werden aus einem Hefeteig gezaubert. Beide Varianten sind ohne Frage einfach nur lecker! Aber heute möchte ich euch erstmal die saftige Lütticher Waffel mit süßem Crunch ans Herz legen.

Im Netz geistern massig Rezepte für "Original belgische Waffeln".
Einige Rezepte sind mit Quark, andere mit Backpulver und manche kommen sogar ganz ohne Perlzucker aus.

Auf der Suche nach wirklich krossen und saftigen Waffeln wie aus Belgien kommt man an weichem Hefeteig mit viel Butter und natürlich Perlzucker nicht vorbei. ;)

Nun werden schon einige rätzeln worum es sich bei diesem ominösen Zucker denn genau handelt.
Wer schon einmal eine echte Lütticher Waffel genossen hat, kennt die knusprigen Zuckerstückchen bei jedem Bissen im sonst weniger gesüßtem Teig. 

Diese ist der beigefügten Perlzucker welcher dem deutschen Hagelzucker nicht unähnlich ist.
Der Unterschied besteht im Wesentlichen in der Größe.
Perlzucker ist deutlich größer und löst sich daher im Teig nicht so schnell auf.
Leider habe ich in deutschen Supermärkten bislang noch keinen Perlzucker entdeckten können.
Wem es so geht wie mir, der kann natürlich auch einfach Hagelzucker verwenden!

Tausend und eine Waffel...


Die Variationsmöglichkeiten sind so vielfältig - wie soll man sich da entscheiden?

Ob mit Schokolade, Obst, Sahne, Eis, Karamell, Marshmallows, Ahornsirup, Beeren, Puderzucker, Nougat, Roter Grütze... oder einfach pur frisch aus dem Waffeleisen. ♥

 

Des Prinzens neuer Kuchen...


Bei den dicken Hefewaffeln denkt man zurecht an einen Kuchen aus dem Waffeleisen.
Im 18. Jahrhundert soll ein Lütticher Prinz den Koch um eine neue süße Kuchenkreation gebeten haben. In einen fettigen Hefeteig mischte der Koch grobe Zuckerstücke und backte den Teig aus.
Der Duft nach Karamel und Vanille lockte den Adel sogar bis in die Küche und man ernannte die Waffeln zur Spezialität der Region. 

Wenn auch euch das Wasser im Munde zusammen läuft und ihr die duftenden Waffeln schon förmlich riechen könnt, dann ran an das Waffeleisen ♥ 


Rezept

Lütticher Waffeln / Gaufres de Liège



Zutaten

ergibt etwa 10 Stück


Für den Teig



  • 200g Mehl
  • 90ml Milch (am Besten abwiegen)
  • 15g Zucker
  • 100g Hagelzucker
  • 15-20g Frische Hefe
  • 120g Butter
  • 1 Ei
  • Vanilleextrakt oder Vanillemark
  • Prise Salz


Für das Topping nach Wunsch


  • Schokolade
  • Früchte
  • Sahne
  • Nüsse
  • Eis
  • und alles was das Herz sonst noch so begehrt ♥ 

 

 

Anleitung


1. 90ml lassen sich im Messbecher nur sehr ungenau ablesen. Da die Dichte von Wasser und Milch bis auf ein paar Gramm sehr ähnlich ist könnt ihr die Milch einfach abwiegen.
Die Milch lau erwärmen. Sie sollte nur etwa Handwarm sein, ist die Milch zu heiß kann dies die Hefe schädigen.
Das Mehl zusammen mit dem Zucker und der Hefe in eine Schüssel geben, die wame Milch darauf geben und die Hefe für etwa 10 Minuten gehen lassen.

2. Ist die Hefe gelöst, kommen zimmerwarme Butter, Ei, Salz und echtes Vanilleetrakt* oder Vanillemark in den Teig. Das ganze wird nun zu einem glatten Teig verrührt.

3. Der Teig sollte nun zugedeckt für mindestens 30 Minuten ruhen.

4. Wenn sich das Volumen des Waffelteigs verdoppet hat kommt der Perl- oder Hagelzucker in den Teig.

5. Die Waffeln können nun direkt ausgebacken werden, damit der Perlzucker sich im Teig nicht auflöst. Dazu etwa einen guten Esslöffel Teig in die heiße Waffelnform geben.
Verwendet am Besten eine eckige Waffelform - keine Herzwaffelform!
Da der Teig sehr fettig ist muss das Waffeleisen bei uns nicht extra gefettet werden. Wenn ihr aber ein sehr altes habt müsst ihr eventuell mit etwas Butter vorfetten.

6. Wenn die Lütticher Waffeln schön gold-braun gebacken sind (und die ersten Naschkatzen vom Duft in die Küche gelockt werden) sind die fertig und können direkt warm genossen werden.
Wie schon erwähnt könnt ihr die leckeren Waffeln ganz nach Wunsch und Laune mit vielen leckeren Zutaten wie Obst, Sahne, Schokolade, Eis oder Nüssen garnieren. Pur sind sie aber ebenfalls ein Hochgenuss!

Sollte es der (unwahrscheinliche) Fall sein, dass doch mal Waffeln übrig geblieben sind, könnt ihr sie einfrieren und nach Bedarf im Toaster frisch aufbacken! :)

*Mein Tipp: Ihr könnt euch Vanilleextrakt ganz leicht selber zaubern, dazu verwendet ihr die bereits leeren, ausgekratzten Vanilleschoten, schneidet diese in kleine Stücke und legt sie in 50/50 Vodka und heißes Wasser ein. Das Vanille Aroma löst sich und ihr könnt nun immer ein paar Schlückchen selbstgemachtes, echtes Aroma in eure Backwaren geben!


Viel Freude beim Nachbacken und (da Lüttich - also Liège im französisch Sprachigem Teig Belgiens liegt) bon appétit - Guten Appetit :) 

Eure Lilli ♥ 

Sonntag, 25. Juni 2017

Tarte au citron meringuée ♥ no bake

Die ideale Tarte für Backfaule... ;)


Heute möchte ich meinen Lieblingskuchen mit euch teilen. Das Rezept dafür habe ich euch frisch aus Frankreich mitgebracht. ♥
An der Atlantikküste Frankreichs haben wir in meinem kleinen Lokal einen tollen kulinarischen Fund gemacht - Hausgemachte Tarte au citron meringuée!
Fruchtig, cremig und nicht zu mächtig. Einfach genau richtig. 

Natürlich kennt man die Tarte au citron nicht nur in Frankreich. Vorallem in Großbritannien und Australien ist Lemon Meringue Pie eine Spezialität.
Sie ist fast immer gleich aufgebaut - Mürbe Teig, Lemon Curd und Baiserhaube.
Diese Tarte au citron ist nochmal etwas anders, denn sie hat mich vorallem damit begeistert, dass wir sie im Wohnmobil ganz ohne Backofen nachzaubern konnten.

Statt eines Mürbeteiges hatte diese Tarte nämlich einen leckeren Kekskrümel Boden.
Und mir hat diese Variante so gut gefallen, da der Boden einfach klasse mit den anderen Schichten harmoniert hat und es die Zubereitung deutlich erleichtert.

Aber welcher Keks ist der richtige für Kekskrümel Boden?

Wie schon so oft in anderen Rezepten erwähnt - das was euch am besten schmeckt ;)
Das ist natürlich sehr pauschal gesagt, aber ich mag die Vielfältigkeit die der Kekskrümelboden durch Verwendung unterschiedlicher Kekse bekommt.
In diesem Fall habe ich Butterkekse genommen. Aber ich mag den Boden auch sehr gerne aus Spritzgebäck oder amerikanische Cookies (zB. für Cheesecakes oder Schokokuchen).

Lemon Curd schmeckt nicht nur als Brotaufstrich erfrischend lecker.

Der Geschmack ist fruchtig, frisch aber auch cremig und zart schmerlzend.
Zudem lassen sich neben dem klassischem Lemon Curd auch weitere tolle Variantionen aus Orange, Blutorange, Limette oder Pampelmuse zaubern.

Die Meringuée Schicht - einigen besser bekannt als Baiser - wird nicht komplett gebacken sondern nur angeröstet und bleibt sie herrlich cremig.

Die flambierte Meringuée Haube bekommt so auch eine leckere karamell Note.

Üblichweise wird das Baiser recht aufwändig, ähnlich dem Marshmallow-Fluff oder der Schokokuss Füllung aus geschmolzendem Zucker und Eischnee hergestellt. Damit unser Kuchen einfach und schnell geht und trotzdem verführerisch lecker schmeckt zaubern wir dir Meringuée Schicht einfach mit Puderzucker und Eischnee. Wichtig ist hier dass es sich wirklich um feinen Puderzucker - wie zum Beispiel den Diamant Puderzucker - handelt.

Normalen (groben) Zucker kann ich euch in diesem Fall nicht empfehlen, da dieser sich nicht auflöst und das Ergebnis wenig Festigkeit, dafür aber viel "Crunch" hat.

Wer sich mit Backen schwer tut wird von den "no bake" Tarte begeistert sein!

Aus nur 5 Zutaten - Keksen, Zitrone, Butter, Eier und Puderzucker - und ganz ohne Backofen wird hier fix eine einfache und super leckere Tarte au citron meringuée wie aus Frankreich! ♥ 





Rezept

Tarte au citron meringuée - Zitronenkuchen mit Baiser



Zutaten

Tarte- oder Springform 26cm / 8-12 Portionen

Für den Boden

  • 200g Kekse
  • 150-200g Butter

Für die Füllung

  • 3 Zitronen
  • 3 Eigelb
  • 150g Butter
  • 150g Zucker

Für das Baiser / Meringuée

  • 2 Eiweiß
  • 100g Puderzucker
  • Prise Salz




Anleitung


1. Für den Boden zerkrümeln wir unsere Kekse. Das geht am Besten in einem Gefrierbeutel und einem Glas oder dem Nudelholz als Stapfer.
Die Butter schmelzen und mit einer kleinen Prise Salz zu den Kekskrümeln geben.
Je nach dem welche Kekse ihr benutzt, braucht ihr mal etwas mehr mal etwas weniger Butter.
Euer Krümelboden wird gut, wenn die Kekskrümel auf Druck zusammen kleben aber nicht unter dem Fett zusammen fallen. 

2. Die Kuchenform am Besten mit einem Stück Backpapier am Boden präpariere, dann klebt der Kuchboden später nicht an der Form und sie lässt sich besser reinigen.
Die Kekskrümelmasse in der Form verteilen und mit einem Löffel gleichmäßig andrücken.
Dabei solltet ihr auch einen kleinen Rand formen, damit eure Füllung später bleibt wo sie hingehört ;)
Den fertigen Krümelboden nun in den Kühlschrank stellen bis er weiter verarbeitet wird.

3. Für die Zitronenfüllung waschen wir die unbehandelte Zitrone heiß ab und reiben die Schale mit einer Küchenreibe komplett ab. Das meiste Aroma bekommt ihr aus der Schale, daher solltet ihr nicht daran geizen ;)
Wenn ihr keine Reibe habt, könnt ihr die Schale auch mit dem Sparschäler oder einem Messer dünn runter schneiden. Ihr solltet dabei nur aufpassen, dass ihr nicht zuviel von dem Weiß erwischt, da die gerne bitter wird.
Die Zitronenzeste bedecken wir nun mit dem Zucker und lassen dies erstmal etwas ruhen.
Der Zucker löst sich dann auf und nimmt das leckere Aroma der Zitronenschale auf, wer es besonders intensiv mag kann den Zitronenabrieb auch einen Abend vorher vorbereiten.

Die "nackte" Zitrone gründlich auspressen.

4. Nun die Eier trennen, das Eiklar nehmen wir für die Meringuée Haube, das Eigelb für das Lemon Curd.
Wenn etwas Eiweiß im Eigelb landet ist das nicht weiter schlimm. Umgekehrt solltet ihr es aber besser vermeiden. Das Fett im Eigelb kann verhindern, dass euer Eiweiß fest wird.

5.  Wenn die Zucker-Zitronenschalen Mischung etwas durchgezogen und glasig geworden ist, könnt ihr sie zusammen mit dem Eigelb und Zitonensaft in einem Topf verrühren und aufkochen.
Beim Aufkochen solltet ihr die kleinste Stufe wählen, damit euch das Eigelb nicht flockt.
Alternativ könnt ihr die Mischung auch im Wasserbad zubereiten, das dauert allerding etwas länger.
Wenn die Eigelbmischung cremige Puddingkonsistenz hat könnt ihr sie vom Herd nehmen und leicht abkühlen lassen. Dann die Zimmerwarme Butter in die Eigelbmasse rühren.
Falls ihr die Zitronenschale nicht im Kuchen haben möchtet könnt ihr euer Curd noch durch ein Sieb streichen. Nun ist das Lemon Curd fertig.

6. Für die Meringuée Haube wird das Eiweiß mit einer Prise Salz aufgeschlagen.
Dabei ist es wichtig, dass eure Schüssel und die Schneebesen sauber und Fett frei sind.

Für die einfache Variante könnt ihr nun einfach den Puderzucker in den Eischnee sieben und vorsichtig unterheben. Den Eischnee solltet ihr dann noch für einige Zeit in den Kühlschrank stellen, damit er etwas fester wird. Die Maße wird alles in allem etwas flüssiger und lässt sich einfach verteilen und mit einem Löffel formen.

Wenn ihr mit einer Spritztülle arbeiten möchtet solltet ihr den Zucker in einem Topf mit 2-3 EL Wasser erhitzen. Wenn der Zucker kocht und gleichmäßige Blasen wirf könnt ihr ihn in langsam in den Einschnee gießen. Während dessen weiter mit der Küchenmaschine oder dem Handrührgerät aufschlagen.
Die Meringuée Masse wird so deutlich fester und mit einer Spritztülle verarbeitet werden.

7. Nun könnt ihr eure Tarte Schichten.
Zuerst das Curd gleichmäßig verteilen, dann ganz nach Lust und Laune die Meringuée Haube aufsetzen. Ihr könnt eine ganz flache Oberfläche gestalten, mit einem Löffel schöne Stacheln ziehen oder mit einer Spritztülle Rosen und Tupfen aufspritzen.
Flambieren könnt ihr die Meringuéemasse mit einem Küchen-Busenbrenner oder für wenige Minuten unter der Grillfunktion eures Ofens - falls vorhanden ;)
Keinen Bunsenbrenner und keinen Ofen? Der Kuchen schmeckt auch ohne flambieren super lecker! ♥

8. Damit die Schichten etwas fester werden können und beim Anschneiden komplett zerlaufen sollte die Tarte noch ein paar Stunden kalt stehen. Gekühlt schmeckt sie zudem auch super erfrischend ;)



Noch ein kleiner Tipp - Ich mag den Kuchen, so einfach wie er ist. Aber er lässt sich auch prima mit frischen Beeren oder Pirsichen aufpeppen. Einfach das lieblings Obst auf der Curdschicht verteilen und nach der Ruhezeit die gehabt mit der Baisercreme garnieren und flambieren.
Alternativ kann statt der Baiserschicht natürlich auch eine kräftige Schicht Puderzucker über das Obst gestreut werden oder das Baiser nur punktuell verteilt werden damit die fruchtige Pracht sichtbar bleibt! :)


Viel Freude beim Nachkochen und bon appétit - Guten Appetit :) 

Eure Lilli ♥ 

Sonntag, 12. Februar 2017

Amerikanische Brownies ♥ saftig & weich



Klein, schokoladig und etwas matschig.

...so kennt man die leckeren amerikanischen Brownies.

Im Netz tummelt sich eine Vielzahl an Rezepten für die besten Brownies. Und soviel vor weg, jedes hat etwas für sich.
Grundsätzlich ist die Basis aber immer die gleiche, ein einfacher Rührteig aus 5 Zutaten - Schokolade, Ei, Zucker, Fett und etwas Mehl.
Die Variation der Mengen und die Backzeit entscheiden dann ob eure Brownies eher fudgy oder cakey werden - also ob sie saftig klatschig oder fluffig wie ein Kuchen werden.
Ich persönlich liebe sie fudgy! :)  

Ein Rezept - tausend Möglichkeiten.


Das Grundrezept für den Rührteig lässt sich ganz nach Wunsch, Saison oder Anlass aufpeppen und erweitern. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Ob Nüsse, Cranberrys, Keksstückchen, gehackte Salz- oder Pfefferminzstang, ob mit Cheesecakefilling, Marmelade, Karamell oder frischem Obst.
Die Möglichkeiten sind vielzählig und ausgefallen - rein darf was schmeckt ;)

So zaubert ihr easy peasy aus den leckeren saftigen Brownies ganz neue Kreationen nach Lust und Laune.

Dass man die kleinen braunen Würfel Brownies nennt ist fast schon selbsterklärend, das helle Pendant das nennt sich Blondies und wird aus weißer Schokolade gebacken.
Doch zur Entsteheung der Brownies gibt es viele Mythen. Sogar von Meinzelmännchen ist in manchen die Rede. Am plausibelsten finde ich noch die Theorie dass in dem eigentlichem Rührteig für einen Schokoladenkuchen das Backpulver vergessen wurde und so ein leckerer aber matschiger Brownie entstand. Es ist aber auch möglich dass die Herkunft auf ein süßes brotartiges Gebäck zurück geht, welches von Einwanderern mitgebracht und für den amerikanischen Geschmack abgewandelt wurde.

Ob Abwandlung, Versehen oder gewolltes Rezept, der Erschaffer hat auf jeden Fall gute Arbeit geleistet und eine köstliche Leckerei für uns gezaubert.

Ich backe Brownies sehr gerne und auch recht häufig da es so schön einfach ist und schnell geht! Auch deal wenn sich spontan Besuch ankündigt :)
Dafür benutze ich ein traditionell amerikanisches Rezept aus den 1970er Jahren.
Dieses habe ich für euch natürlich in das metrische System umgerechnet und die Maßeinheiten angepasst, sodass man keine krummen Zahlen beim Abwiegen der Zutaten hat.

Ich bin mir sicher - ob ganz klassisch schokoladig oder als wilde Abandlung - ihr werdet die Brownies liiiiieben! ♥
An die Schüssel, fertig ... los :)



Rezept

Amerikanische Brownies



Zutaten

für ca. 20x30cm cm große Kastenformen
Zutatenmengen verdoppeln für ein ganzes Blech

Für den Teig

  • 200g Zartbitter Schokolade (zerlassen)
  • 150g Zartbitter Schokolade (gehackt)
  • 220g Zucker (braun oder weiß)
  • 1 EL Zucker (zum Bestreuen) 
  • 150g Butter
  • 200g gehackte Nüsse (zB. Pecannüsse)
  • 100g Mehl
  • 20g Kakao
  • 3 Eier
  • n.B. Vanillemark
  • Prise Salz






Anleitung


1. Die Zartbitter Schokolade hacken. 200g der Schokolade kommen später in die zerlassene Butter, 150g kommen in den Teig für leckere Schokostückchen in den Brownies.

2. Die Butter oder Magarine schmelzen, Topf von der heißen Platte nehmen und 200g der gehackten Schokolade in die flüssige Butter einrühren.

3. Das Mehl in eine Schüssel sieben, Eier, Zucker, Nüsse, Kakao, Salz, Vanille und Butter-Schokomasse dazu geben und zu einem Teig verrühren
Bei den Nüssen könnt ihr eure lieblings Sorte wählen, ich bevorzuge Pekannüsse und Haselnüsse.
Wenn ihr eine Allergie habt könnt ihr die Nüsse natürlich einfach weglassen.

4. Nun die 150g Schokostückchen unterrühren.

5. Eine Backform (20x30cm) mit Backpapier auslegen und die Browniemasse gleichmäßig verteilen. Ihr solltet die Form nicht zu hoch befüllen, ideal sind 1,5-2 cm.
Für eine knusprige Oberfläche streue ich dünn einen EL Zucker über den geglätteten Brownieteig und streiche es mit einem Löffel glatt.

6. Den Ofen auf 160°C Umluft oder 180°C Ober-&Unterhitze vorheizen und für 20 min backen.
Wenn ihr etwas zuviel Zucker auf der Oberseite hattet und er nach dem Backen noch nicht karamellisiert ist könnt ihr ganz kurz den Grill anstellen. Ihr solltet aber direkt beim Ofen bleiben und die Brownies gleich nach wenigen Minuten rausnehmen damit der Zucker nicht verbrennt oder eure Brownies zu trocken werden. Alternativ geht auch ein Flambierer.

7. Lasst die Brownies vor dem Schneiden leicht abkühlen. Die Größe der Brownies bleibt euch nach Geschmack überlassen. Kleine Brownies lassen sich besser als Fingerfood teilen, größere Stücke kann man schön als Kuchen servieren.


Viel Freude beim Nachkochen und Enjoy* - Guten Appetit :)
*Kleiner Fakt am Rande: In den USA ist es nicht üblich sich vor dem Essen einen guten Appetit zu wünschen, wenn jeder seine Speisen auf dem Teller hat fangen alle gemeinsam an.

Eure Lilli ♥