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Donnerstag, 28. Dezember 2017

Gebrannte Mandeln ♥ mit Irish Cream Likör

Ein Klassiker auf allen Jahrmärkten...


Wer kennt sie nicht. Die knusprigen, süßen Nüsse in zahlreichen Geschmacksrichtungen.
Auf dem Weihnachtsmarkt oder der Kirmes verströmen sie einen herrlichen Duft von Karamell, Zimt und Vanille.

Bei diesen Aromen in der Nase gönnt man sich gerne hin und wieder eine Tüte gebrannte Mandeln - wenn sie nicht so schrecklich teuer wären!
Zum Glück lassen sie sich schnell und einfach zu Hause selber zaubern.

Süße Nüsschen mit Tradition...


Ob im klassischen Zuckermantel oder verfeinert mit Zimt, Vanille und anderen Gewürzen - die krossen Mandeln gibt es bereits seit über 300 Jahren und wurden früher auf Volksfesten wie dem Münchener Oktoberfest verkauft. Dort kannte man sie als "Wiener Mandeln".


Die Basis für gebrannte Mandeln ist in der Regel immer die gleiche: Zucker, Wasser und natürlich Mandeln.
Dieses simple Rezept bietet viel Raum für kreative Köpfe.

So lassen sich nicht nur Mandeln sondern auch andere Nüsse wie Cashews, Walnüsse oder Haselnüsse kandieren.
Oder wie wäre es mit verschiedenen Geschmacksrichtungen? An den Ständen können wir uns an den zahlreichen Sorten garnicht genug statt sehen - Zimt, Vanille, Anis, Lebkuchen, Amaretto, Kaffee und Irish Cream sind nur einige der vielen Sorten.
Letztere mag ich besonders gerne und möchte sie euch deshalb heute ans Herz legen. ♥



Rezept

Gebrannte Mandeln "Irish Cream"


Zutaten

Ergibt etwa 300g

Ihr benötigt

  • 200g Mandeln
  • 60g Zucker
  • 75ml Irish Cream Likör (oder veganer Baileys)
  • 1/2 TL Zimt
  • Prise Salz




Anleitung


1. Zucker, Irish Cream Likör, Zimt und eine kleine Prise Salz kommen zusammen in einen beschichteten Topf oder eine beschichtete Pfanne und werden unter ständigem Rühren auf mittlerer Stufe aufgekocht.
Eine vegane Variante könnt ihr euch zum Beispiel mit dem veganen Baileys "Almondi" oder einem selbst gemachten veganen Irish Cream Likör zaubern.

2. Wenn der Zucker sich aufgelöst hat kommen die Mandeln dazu. Nun heißt es fleißig rühren!
Nehmt am Besten Mandeln mit Haut! Der Zucker haftet so deutlich besser an euren Nüsschen.

3. Es dauert nun einige Zeit bis die Masse immer dicker wird und schließlich anfängt zu klumpen.
Nicht aufhören sondern weiter rühren bis alle Mandeln vereinzelt und mit einer gleichmäßigen Zuckerschicht überzogen sind.

4. Die heißen Mandeln können nun auf ein Backpapier zum Auskühlen ausgelegt werden.

5. Wenn sie vollständig abgekühlt sind können sie direkt vernascht oder noch schön verpackt und verschenkt werden.

Tipp: Wenn ihr ihnen einen besonders edelen Look verpassen wollt, könnt ihr die Nüsschen mit essbarem Gold- oder Silberstaub bestreuen. Sehr eindrucksvoll an jedem Geburtstag, an Hochzeiten oder zu Weihnachten und Silvester!


Viel Freude beim Nachmachen & Vernaschen :) 

Eure Lilli ♥ 

Sonntag, 17. Dezember 2017

Serviettenknödel mit Brezeln ♥ aus der Heimatküche

Die wohl köstlichsten Knödeln der Welt...


Immer noch keine Idee für das Festtagsessen?
Für viele gehört an Weihnachten einfach ein deftiges Menü auf den Tisch. Ein wahrer Klassiker sind Rotkohl, dunkle Sauce und dazu Knödel.

Auch für mich muss es wenigstens einmal im Winter Semmelknödel geben!
Bei klassischen Klößen scheiden sich ja wirklich die Geister. Die einen lieben sie, die anderen können mir der stopfenden Konsistenz nichts anfangen.

Aber bisher kenne ich niemanden der diese kleinen Leckerbissen nicht mag - unsere Hausgemachten Brezenknödel!  ♥


Für die einen Reste, für die anderen eine Delikatesse...


Was bei uns heute ein typisches Festtagsessen ist, war früher in der Norddeutschen Küche eine alltägliche Speise des Bürgertums mit der altes Brot zu einem schmackhaften und sättigendem Gericht aufbereitet werden konnte.

In Thüringen und Süddeutschland hingegen hat sich der Serviettenknödel schon früh als Festtagsspeise etabliert und wurde zum Beispiel an Hochzeiten gereicht.

Seinen Namen hat der Serviettenknödel zudem tatsächlich von der Serviette, wenn auch nicht von der heutigen Papiervariante. Die Knödelmasse wurden in einem Geschirrtuch - also einer Stoffserviette - eingerollt, in Form gebracht und dann in heißem Wasser gegart.
Heute verwendet man dafür zumeist Frischhaltefolie und Alufolie, ihr könnt es jedoch auch gerne einmal auf die traditionelle Art versuchen! ;)

Vegan am Weihnachtsabend...


Klassisch werden die deftigen Serviettenknödel mit Ei und Milch zubereitet damit die Brotstücke schön aufweichen können und im Wasserbad alles fluffig durch gart.
Wer sein Festtagsessen aber ganz vegan servieren möchte muss auf die leckeren Brezenknödel nicht verzichten!
Mit Pflanzenmilch, Sojamehl und etwas Stärke zaubert ihr genau so einfach eine vegane Knödelvariante.

Für viele ist das gemeinsame Weihnachtsessen mit der Familie oft eine Herausforderung wenn am gleichen Tisch Vegetarier und Veganer mit satt werden wollen. ;)
Meine persönliche Empfehlung: Einfach mal der Familie diese leckeren Brezenknödel servieren - egal ob vegetarisch oder vegan - ich wette alle werden begeistert sein! ♥



 

Rezept

Brezenknödel - Serviettenknödel mit Brezeln


Zutaten

ergibt etwa 2-3 Portionen

Für die Brezenknödel

  • 2 Brezeln
  • 150ml Milch
  • 1 Ei
  • 1 Zwiebeln (ca. 65g)
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • Bund Petersilie
  • gute Prise Salz
  • frischen Pfeffer
  • frische Muskatnuss

Für vegane Brezenknödel

  • 2 Brezeln
  • 150-200ml Pflanzenmilch
  • 1 EL Sojamehl
  • 1 TL Stärke
  • 1 Zwiebeln
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • Bund Petersilie
  • gute Prise Salz
  • frischen Pfeffer
  • frische Muskatnuss




Anleitung


1. Die Zwiebeln fein würfeln und glasig anbraten. Je nach Geschmack können die Zwiebelwürfelchen aber auch roh verarbeitet werden.


2. Die frische Petersilie hacken. Auch andere Kräuter wie Schnittlauch oder Rosmarin können ganz nach den eigenen Vorlieben verwendet werden.


3. Die Brezeln würfeln und in eine Schüssel geben. Darüber gießt ihr die lauwarme Milch (ersatzweise Brühe, oder Pflanzenmilch) und gebt Zwiebelwürfel, gepressten Knoblauch, Petersilie, Ei (ersatzweise Sojmehl und Stärke), Salz, Pfeffer und frischen Muskat dazu.

Die Knödelrohmasse gut vermengen und für etwa 30 Minuten stehen lassen.
Wenn ihr frische Brezeln verwendet reichen auch 10 Minuten.

4. Der Knödlteig kann nun auf einem breiten Stück Frischhaltefolie verteilt werden.
Spart dabei etwas Platz an den Enden aus. Dann die Folie einschlagen, die Lufteinschlüsse heraus drücken und alles wie ein Bonbon aufrollen.


5. Damit die Rolle gut in Form bleibt und sich nicht öffnet bekommt sie noch eine 2. Schicht aus Alufolie. Ebenfalls einschlagen, aufrollen und die Enden fest verdrehen.


6. Das Wasserbad in einem ausreichend breite Topf vorbereiten. Dazu das Wasser aufkochen lassen und dann auf kleine Hitze stellen, sodass es nicht mehr siedet.
Die Knödel dürfen nun für 30 Minuten in dem Wasserbad ruhen. Das Wasser sollte stets heiß bleiben, aber nicht kochen da sonst eure Knödel platzen könnten.

Die Knödel hin und wieder wenden.

7. Fertig gegart können sie direkt ausgepackt und aufgeschnitten werden.
Sie lassen sich frisch und warm servieren oder können noch von beiden Seiten kross angebraten werden.



Viel Freude beim Nachkochen, Guten Appetit & frohe Weihnachten :)

Eure Lilli ♥ 

Sonntag, 3. Dezember 2017

Weihnachtliche Rumkugeln "Black & White" ♥ vegan

Die dürfen auf keinem Weihnachtsteller fehlen...


Die liebe Gabi von Kochfokus.de und die liebe Jill von Kleines Kuliversum haben ein tolles Blogevent unter dem Motte "Zeigt her eure Weihnachtsteller" gestartet. Diesem Aufruf folge ich doch gerne und möchte euch zeigen, was auf meinem Weihnachtsteller nicht fehlen darf!

Für mich ein wahrer Klassiker zur Adventszeit sind die Rumkugeln!

Banner zum Blogevent "Das darf auf keinem Weihnachtsteller fehlen"Zwischen Plätzchen und Nüssen sind meistens immer als erstes vergiffen.
Und es müssen nicht immer die gekauften sein, die beschwipsten Kugeln lassen sich kinderleicht zuhause selber zaubern. Zudem sind die handgemachten Trüffel eine tolle Geschenkidee.
Denn wer erwischt sich nicht jedes Jahr wieder beim Naschen vom Adventsteller. ;)
Und obwohl die Rumkugel eine typisch deutsche Süßspeise ist, kennt und produziert man sie ebenso in Schweden und den Niederlanden.

Was macht ein Bäcker ohne Arme & Beine?


... Rumkugeln! ;) Wer sich bei diesem altbackenem Flachwitz auch schon einmal gefragt hat, warum ein Bäcker Pralinen macht, kennt wahrscheinlich nur die kleinen Rumkugeln aus dem Supermarkt.

Doch vorallem in Norddeutschland haben sich Bäcker eine Möglichkeit ausgedacht alten Kuchen auf zu arbeiten. Dafür werden Kuchenreste mit Schokolade oder Kakao, Fett und Rum vermengt und als Faustgroße Kugeln angeboten.
Die Wurzeln des Cakepops so zu sagen! Nur ohne Stiel...

Bei uns im Westen kennen wir die Rumkugeln jedoch kleiner und ohne Kuchen, dafür schön schokoladig!
Klassisch aus dunkler oder Vollmilch Schokolade, lassen sich die Pralinchen auch aus Weißerschokolade zaubern. Aber es muss nicht immer Rum rein, denn auch Kinder naschen gerne.
Einfach den Rum durch Wasser und Rum Aroma ersetzen - schmeckt genau so gut! ♥

Heute möchte ich euch meine lieblings Varianten aus Zartbitter Schokolade und veganer Weißen Schokolade zeigen.
Nicht zu süß & nicht zu mächtig!
Eure Liebsten werden von diesen veganen Pralinen überrascht und begeistert sein.

Nachmachen lohnt sich also! ;)






Rezept

Rumkugeln wie bei Oma - "Black & White"


Zutaten

ergibt etwa 40 kleine Kugeln pro Sorte

Für die dunklen Rumkugeln

  • 100g Zartbitterschokolade (vegan)
  • 40g Pflanzenmargarine
  • 50g gemahlene Haselnüsse
  • 70g Puderzucker
  • Prise Salz
  • 20ml Pott Rum
  • 1 EL Kakaopulver oder Streusel zum Umhüllen

Für die weißen Rumkugeln

  • 100g Weiße Schokolade (vegan)
  • 40g Pflanzenmargarine
  • 50g gemahlene Mandeln
  • 70g Puderzucker
  • Prise Salz
  • 20ml weißen Rum
  • 1 EL Kokosraspeln oder gemahlene Mandeln zum Umhüllen




Anleitung


1. Für die klassischen, dunklen Rumkugeln schlagt ihr zu erst die Zimmerwarme Margarine zusammen mit Puderzucker cremig auf und stellt diese kalt.


2. Zerhackt die dunkle Schokolade in kleine Stücke um sie im Wasserbad oder in der Mikrowelle gleichmäßig zu schmerzen.


3. Zu der flüßigen Schokolade gebt ihr nun den dunklen Rum. Keine Sorge wenn die Schokolade stockt und anfängt an zu dicken, das ist genau der Effekt den wir uns wünschen.
Gebt nun die gemahlenen Haselnüsse zur Maße, hebt sie grob unter und rührt dann eure gekühlte Margarine-Puderzucker Mischung ein.

4. Die cremige Maße muss nun für etwa eine halbe Stunde kalt gestellt werden.
Passt aber auf, dass eure Schokocreme nicht zu fest wird.

5. In der Zeit bereiten wir in einer Schale 1-2 gehäufte Esslöffel Backkakao und 1-2 Teelöffel Puderzucker vor.


6. Sobald die Schokomaße fest genug zum ausformen ist, könnt ihr mit einem Teelöffel kleine Kleckse portionieren, diese ausrollen und in eurem Kakao welzen. Stellt die Trüffel nun noch für ein paar Stunden kalt. Fertig :)


7. Für die weißen Rumkugeln schlagt ihr wieder die Margarine mit Puderzucker wie zuvor auf.


8. Geht nun weiter vor wie bei den dunklen Rumkugeln, zerhackt und schmelzt also eure vegane, weiße Schokolade. Diese findet ihr zum Beispiel im Supermarkt unter den veganen Produkten oder im Reformhaus / Biomarkt.


9. In die geschmolzene Schokolade kommt nun der weiße Rum, wenn die Schokolade andickt kommen noch gemahlene Mandeln so wie die aufgeschlagene Margarine dazu.

10. Die Maße kalt stellen bis sie formbar ist.

11. Kleine Kugeln ausformen und in Kokosflocken oder gemahlene Mandeln welzen, noch einmal für mehrere Stunden kalte stellen, dann sind sie fertig zum Vernascht werden! ;)



Kinder am Tisch? Kein Problem. Ersetzt den Rum einfach 1:1 durch Wasser und gebt den Kugeln mit Rumaroma ihren Geschmack.



Viel Freude beim Nachkochen, Guten Appetit & frohe Weihnachten :)

Eure Lilli ♥ 

Sonntag, 23. Juli 2017

Spätzle ♥ aus der Heimatküche

DAS schwäbische Nationalgericht...


Als Kind konnte ich Spätzle ehrlich gessagt nicht ausstehen. Sie waren trocken und glibberig gleichzeitig und fühlten sind im Mund nach immer mehr an. Heutzutage mag ich Spätzle sehr gerne - frische Spätzle.
Wenn es euch so geht wie mir früher, habt ihr wahrscheinlich bisher auch nur die gekauften Spätzle
probiert. Dabei sind Spätzle hausgemachte die schnellste Beilage, die ihr selber zaubern könnt.

Spätzle sind schnell zubereitet und schmecken frisch einfach nur super lecker.

Käsespätzle ist das wohl bekannteste Spätzlegericht. Aber Sie sind noch deutlich vielseitiger einsetzbar, ob ganzes Gericht, als Beilage, in Suppen, und sogar als Dessert wie zum Beispiel Apfel- oder Milchspätzle! Aus Spätzle lassen sich beliebig viele tolle Kreationen zaubern.

Spätzle gibt es wahrscheinlich schon seit dem 16./17. Jahrhundert und wurden früher aus einem einfachen Teig mit Dinkelmehl, Ei und etwas Wasser hergestellt.
Traditionell werden die kleinen Eiernudeln von einem Küchenbrett in heißes Salzwasser gescharbt - eine Herstellungsart bei der es viel Übung und Fingerspitzengefühl bedarf und die heute
nur noch selten angewandt wird. Deutlich schneller geht es mit Spätzlepresse, Spätzlehobel oder Spätzlesieb.
Diese Geräte bekommt ihr schon ab 5€.

Ich verwende einen Spätzlehobel, damit erhält man eher kurze Spätzle - diese werde auch Knöpfle genannt. Wer schöne lange Spätzle möchte, sollte zur Spätzle- oder Kartoffelpresse greifen.

Wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen Spätzle und Knöpfle?

Wie der Name schon vermuten lässt sind Knöpfle klein und rundlich. Sie werden aus dem gleichen Teig die Spätzle hergestellt und unterscheiden sich somit nur in ihrer Größe.

Die eigene Herstellung zuhause ist sehr günstig und viel schneller als man denkt!
Pro fertige 100g kosten euch die Zutaten nur ca. 0,25€ (!) und ca. 10 Minuten Zeitaufwand inkl. Kochzeit.
Gekaufte Spätzle kosten nicht nur das dreifache, sondern brauchen auch 15-20 Minuten Kochzeit! Zudem enthalten diese Industrieproduke fast immer Eier aus Bodenhaltung - diese Art der Massentierhaltung möchte natürlich auch nicht gerade jeder unterstützen.
Da lohnen sich hausmacher Spätzle doch richtig :)





Rezept

Schwäbische Spätzle


Zutaten

ergibt ca. 300g Spätzle/3 Portionen

  • 250g Mehl (Weizen, Dinkel oder Vollkorn)
  • 3 Eier
  • 120ml Wasser
  • Prise Salz





Anleitung


1. Das Mehl kann nach Wunsch und Geschmack gewählt oder gemischt werden.
Früher war Dinkelmehl üblich, heute wird fast immer Weizenmehl verwendet.
Ich mische gerne 2 Teige Weizenmehl, 1 Teil Dinkel und 1 Teil Vollkorn Mehl.

2. Das Mehl in eine Schüssel sieben, Eier und Salz hinzufügen und gut verrühren.
Nun das Wasser nach Bedarf hinzugeben. Je nach Mehlsorte benötigt ihr mehr oder weniger Wasser. Euer Teig sollte eine zähflüssige Konsistenz haben und kompakt vom Löffel tropfen, das könnt ihr im Video ganz gut sehen.

3. Der Teig sollte nun "geschlagen" werden. Dazu die Masse kräftig mit dem Kochlöffel aufschlagen damit Luft unter den Teig gezogen wird.
Natürlich könnt ihr auch ein Handrührgerät zur Hilfe nehmen.

4. Setzt einen breiten Topf mit gesalzenem Wasser auf und lasst das Wasser aufkochen.
Wenn das Wasser kocht, könnt ihr den Herd auf kleine Stufe herunter stellen.
Befüllt eure Spätzlepresse oder den Spätzlehobel mit dem Teig und reibt oder presst die leckeren kleinen Eiernudeln in das heiße Wasser.
Die Spätzle sind fertig wenn sie oben schwimmen und können dann direkt abgeschöpft werden.

Sie sind nun direkt warm servierfertig und müssen nicht mehr abgeschreckt werden. Ihr könnt sie aber auch noch in Butter angebraten, als Suppeneinlage im Backofen brauch backen oder weiter verarbeitet, zum Beispiel zu Kässpätzle ;)


Viel Freude beim Nachkochen und Guada Honger - Guten Appetit ;)   

Eure Lilli ♥

Freitag, 7. April 2017

Oster Special ♥ Häschen Laugenbrötchen




Wer hoppet denn da über's Frühstücksbrettchen?


Bald ist Ostern. Und überall in den Supermarkt Regalen tummeln sich Schokohasen, Stuten, Kuchen, süß gefüllte Ostereier, Hefezöpfe und und und...
Blog Party - Osterliebe

Neben den Fertigwaren gibt es rund um die Osterzeit natrülich auch noch etliche süße Backideen.
Für alle die, die kein süß mehr sehen können kommt hier mein Osterspecial ;)

Anlässlich zur Blog Party "Osterliebe" von Liebe & Kochen gibt es heute etwas Besonderes aus der Heimatküche.
Lockere, leckere Laugenhäschen. ♥

Ich liebe Laugengebäck aller Art! Daher habe ich schon oft Brezeln, Laugenstangen und Co. selber gemacht.

Wenn man den Dreh mit der Lauge einmal raus hat und sauber arbeitet ist die Herstellung der salzig, braunen Backwaren kein Problem.
Auch wenn das Backen mit Natronlauge schon fast einer Chemiestunde statt einer Backrunde gleicht. ;)

Laugengebäck wie vom Bäcker - aber bitte mit den richtigen Zutaten!


Im Netz findet man unzählige Rezepte für Laugenbrötchen, Brezeln und Co.
Doch fast immer wird Hausnatron versendet, das Ergebnis ist meist leider entsprechend zäh und reicht geschmacklich nicht an richtiges Laugengebäck ran.
Daher möchte ich euch heute zeigen wie ihr richtiges Laugengebäck erstellen könnt.
Vorallem brauchen wir richtige Natronlauge! Da die Arbeit mit dieser Lauge nicht unbedingt jedermanns Sache ist, habe ich unten noch eine kleine Alternative für euch hinzugefügt! :)

Wo ist also der Unterschied zwischen Hausnatron (Natriumhydrogencarbonat NaHCO³) und Natronlauge (Natriumhydroxid NaHO)?


Das einfache Natron (Natriumhydrogencarbonat NaHCO³) haben wir wahrscheinlich alle schonmal gesehen und kennen es vielleicht auch als Kaisernatron oder Hausnatron. Man findet es in fast jedem Supermarkt so wie in der Drogerie und ist im Haushalt als Backtriebmittel, Reiniger oder auch Hausmittelchen gegen Sodbrennen verwendbar.

Natronlauge (Natriumhydroxid NaHO) hingegen könnt ihr nur in der Apotheke oder online beim Fachhändler kaufen da die Lauge im unverdünntem Zustand und bei falschem Umgang schwere Verätzungen hervorrufen kann.


Für das richtige Laugengebäck benötigt eben diese Natronlauge, natürlich in sehr geringer Dosierung von nur 3%!

Das gut gebräunte Gebäck in verschiedenstens Formen hat Tradition und kommt aus dem süddeutschen Raum. Dort hat man scheinbar heraus gefunden dass die Natronlauge mit dem Gluten im Teig reagiert. Dies kann man sogar schon vor dem Backen beobachten. Die Teiglinge ohne Bad in der Lauge sind deutlich heller während der Teig mit Laugenbad schnell anfängt sich gelblich zu verfärben.
Und keine Angst, die Natronlauge wandelt sich beim Backen um und ist dann natürlich auch nicht mehr ätzend und kann bedenkenlos gegessen werden! ;)

Ihr könnt es euch wahrscheinlich schon denken, die Verwendung von Natronlauge kann nur unter bestimmten Sicherheitsvorkehrungen stattfinden. Handschuhe sind absolut Pflicht!
Aber keine Sorge, da die Lauge auf ca. 3% verdünnt ist braucht ihr keine Angst vor dem Umgang zu haben.
Grundsätzlich ist ein Topf kochendes Wasser genau so gefährlich wie eine Schüssel verdünnte Lauge!
Wenn ihr den Topf umkippt und euch mit dem heißen Wasser verbrüht kann dies sogar schlimmere Folgen haben als der Kontakt mit der dünnen Lauge.

Da ich schon oft mit der Lauge gearbeitet habe bin ich nicht drum rum gekommen selber schon einige Spritzer Natronlauge auf die Haut bekommen zu haben. Da die Lauge auf 3% verdünnt ist, ist das tatsächlich relativ unspektakulär.
Ich habe es erst garnicht gemerkt, dann fing es leicht an zu prickeln ähnlich wie Kohlensäure. Sofort abgewaschen unter fließedem Wasser war der Spuk aber schnell vorbei. Ihr braucht also keine Angst zu haben dass es euch gleich ein Loch in eueren Arm ätzt ;)
Wichtig ist falls ihr wirklich mal etwas abbekommt, solltet ihr die Haut danach sofort mit reichlich Wasser abwaschen, falls eure Kleidung etwas abbekommen hat am Besten gleich einmal auswaschen.
Ein neutralisieren mit Essig (Säure) ist bei der verdünnten Natronlauge nicht nötig, die Säure könnte eurer Haut sogar mehr schaden!
Das Auge ist viel empfindlicher als die Haut!!
Solltet ihr die Lauge ins Auge bekommen haben, zögert nicht und wascht das Auge mit viiiiel Wasser lange aus und kontaktiert am Besten gleich einen Arzt um zu vermeiden dass etwas schlimmeres passiert. Daher empfehle ich euch eine Schutzbrille, bisher war ich im Umgang mit der Natronlauge stets sorgsam und mir ist zum Glück noch nie etwas ins Auge gespritzt aber lieber die Brille einmal zuviel aufgesetzt... ;)

! Beim Verarbeiten achte ich darauf, dass mein Natron in Lebensmittelqualität ist, ich trage wie schon gesagt stets Handschuhe und am Besten auch eine Schutzbrille - man weiß ja nie ob man doch mal etwas fallen lässt. Arbeitet möglichst mit Glasschüsseln und verwendet kein Aluminium.

Die Natronlauge mische ich erst am Schluss an wenn ich sie direkt brauche, alle benötigten Arbeitsmaterialien lege ich mir zurecht, inkl. eines feuchten Tuchs falls mal etwas tropft.

Grundsätzlich rate ich euch davon ab Laugengebäck mit Kleinkindern zu backen, die Unfallgefahr ist einfach zu hoch! Informiert euch ggf. in der Apotheke nochmal über den Umgang, die Lagerung (ich nehme ein Schraubglas) und die Entsorgung der Lauge (ich verwende es als Abflussreiniger und spüle gut nach) und lasst euch falls möglich direkt eine verdünnte Mischung anrühren.
Falls ihr Natron (zB. in grober Granulatform wegen der geringeren Verletzungsgefahr) habt nehmt ihr 3g NaOH auf 100ml Wasser.

Im ordentlich gekennzeichnetem Schraubglas (keine Metallbehälter verwenden) hebe ich meine Natronlauge bis zu 3 Wochen auf und verwende diese zum Beispiel Sonntags für frisches Laugengebäck.
Verstaut das Glas sicher vor Kindern (am Besten nicht in den Kühlschrank!), zudem sollte Jeder in eurem Haushalt sollte über den Inhalt Bescheid wissen um Unfälle zu vermeiden.

Aber genug über Sicherheitshinweise und Co.... ich möchte euch damit ja auch nicht abschrecken, ganz im Gegenteil! ;)
Wer sorgsam mit dem Natron umgeht kann sich Zuhause ganz leicht leckerste Laugengebäcke selber zaubern...

Den Teig könnt ihr natürlich auch außerhalb der Osterzeit für normale Laugenbrötchen, Brezeln oder Laugenstangen verwenden.
Und nach dem Backen liegt ein toller Geruch nach frischem Laugengebäck in der Wohnung, das lockt wirklich jeden Morgenmuffel in die Küche! ;)
Probiert es einfach selber mal aus ♥



Rezept

Laugenhäschen



Zutaten

ergibt ca. 8-10 Laugenhäschen Brötchen.

Für den Teig

  • 500g Mehl
  • 300ml lauwarmes Wasser
  • 50g Butter
  • 2/3 Hefewürfel (30g)
  • Pr. Zucker
  • Pr. Salz

Für die Lauge

  • 300ml kaltes Wasser
  • 9g NaOH



Anleitung


1. Mehl in eine Schüssel sieben. In eine Mulde Zucker und Hefe geben, lauwarmes Wasser darüber giessen und für ca. 5 Minuten gehen lassen.


2. Butter (wer vegane Häschen möchte nimmt Magarine) und Salz hinzugeben und mit dem Kochlöffel grob vermengen. Dann mit der Hand oder dem Handrührgrät mit Knethaken kräftig und lange durchkneten.


3. Den Teig an einem warmen Ort für ca. 30 Minuten ruhren lassen.


4. Den aufgegangenen Teig erneut kräftig durchkneten und in 8-10 gleich große Stücke Teilen.
Die Rohlinge erneut gehen lassen.


5. Die Teigrohlinge sollten nun deutlich größer geworden sein. Damit die Brötchen später gleichmäßig feine Poren haben Kneten wir die Teiglinge erneut kurz durch und geben ihnen nun eine Tropfenform.


6. Nun Handschuhe an!
Für die Lauge geben wir nach und nach unser Natron in kaltes Wasser. Beachtet die Dosierung eurer Lauge laut Packung. Wenn ihr 99% Natron habt gebt ihr 9g auf 300ml um eine 3%ige Lauge zu erhalten. Wenn ihr bereits verdünnte Lauge habt rechnet euch die Menge runter sodass ihr wieder auf 3% in der fertigen Lauge kommt.


7. Die Teiglinge dürfen nun in der Lauge für ca. 1 Minute baden.
Danach auf eine Backunterlage oder Backpapier geben und mit einer sauberen Schere die Öhrchen und den Schwanz einschneiden. Einen Holzstab kurz in Öl tauchen und damit kleine Augen stechen.

8. Backofen auf 220°C Ober-& Unterhitze vorheizen. Von Umluft würde ich eher abraten da es die Teiglinge zu sehr austrocknet.

Während der Backofen vorheizt, die Laugenhasen nocheinmal kurz aufgehen lassen.

Hat der Ofen die richtige Temperatur erreicht können Häschen für 5 Minuten bei 220°C gebacken werden, danach auf 200°C runterstellen und weitere 25-35 Minuten backen.
Die fertigen Hasen sollten nicht zu hell aber auch nicht ganz dunkel sein. Sie halten sich mehrere Tage aber schmecken warm natürlich am Besten ;) 


Alternativ:


Wer auf die schnelle kein Natron bekommt oder es sich nicht zutraut kann aus dem Hefeteig auch leckere Körner Häschen-Brötchen backen.
Dafür benötigt ihr:

  • Hefe Teig (siehe oben)
  • 1 Ei
  • 2-3 EL Körner/Saaten nach Wunsch (Sesam, Chia und co.)

1. Teig bis Schritt 5 vorbereiten.

2. Den Teigrohlingen in Tropfenform nun mit einer Schere die Hasenohren und das Schwänzchen schneiden und sie für einige Minuten nochmals gehen lassen.

3. Das Ei verquirlen und die Brötchen damit großzügig rundherum bestreichen. Die Körner oder Saaten können nach Wunsch auf gestreut oder die Brötchen darin gewälzt werden.

4. Den Backofen auf 200°C Ober- & Unterhitze vorheizen. Die Brötchen je nach Größe für 20-30 Minuten backen. Damit die Brötchen nicht zu trocken werden empfehle ich euch eine Feuerfeste Schale mit Wasser in den Backofen zu stellen.
Die Körnerbrötchen sind deutlich krosser als die Laugenbrötchen und sollten am Besten am gleichen Tag verzehrt werden damit sie nicht hart werden.


Viel Freude beim Nachbacken und frohe Ostern :) 

Eure Lilli ♥