Sonntag, 26. März 2017

Portugiesische Empadas ♥ mit Spinat & Manchego

Herzhaft gefüllte Pasteten aus Portugal.


Heute habe ich eine kleine Leckerei für euch, die ich auf unserem Trip durch Portugal ganz oft beim Bäcker, in Geschäften und sogar auch auf Wochenmärkten gefunden habe.
Es war zwar leider nicht immer eine vetegarische Variante dabei, doch wenn ich mal welche bekommen habe waren diese sehr sehr lecker! :)

Empada ist quasi die portugiesische Kurzform von Empanada die ihr vielleicht aus Spanien oder Lateinamerika kennt und heißt übersetzt soviel wie Küchlein.
Doch die beiden Gebäcke unterscheiden sich nicht nur im Namen von einander sondern auch in ihrer Form.
Während die spanischen Empanadas oft als kleine Halbmonde gebacken werden kommen die portugiesischen Empadas als kleine Pasteten in den Backofen und sehen daher etwas wie flache Muffins aus.

Die bekanntesten Füllungen sind in der Regel mit Schwein oder Hühnchen.
Doch auch die noch eher seltenen vegetarischen Füllungen sind im Kommen.

Ein absoluter Klassiker unter den veggie Empadas ist die Füllung mit Spinat (com espianfre).

Empadas als Reiseproviant.


Die kleinen Küchlein lassen sich sehr einfach Zuhause zaubern und sind tolles Fingerfood für Partys oder als kleiner Snack für zwischen durch.  

Ich bereite sie vorallem gerne vor längeren Fahrten oder vor dem Reiseantritt vor, da man sie gut ungekühlt mitnehmen und ohne großartiges Besteck futtern kann.

In diesem Rezept Fülle ich die Empadas mit frischem Spinat, Manchego (einem typisch spanischem Schafkäse, diesen findet ihr in der Regel im normalen Supermarkt oder an der Käsetheke), Zwiebeln, Knoblauch und Frischkäse (nach Wahl aus Ziegen-, Schaf- oder Kuhmilch).
Ihr könnt die Füllung aber auch nach Wunsch abwandeln und zum Beispiel Camembert, Cherrytomaten, Ziegenkäse und Honig, getrocknete Tomaten oder anderen Leckerein hinein packen.
Probiert es einfach mal aus :)


Rezept

Empadas com espinafre



Zutaten

ergibt etwa 12 Empadas

Für den Teig

  • 250g Mehl
  • 75g Butter oder Margarine
  • 85g Wasser
  • 1TL Zucker
  • Pr. Salz

Für die Füllung 

  • 250g Spinat
  • 150g Manchego
  • 100g Frischkäse
  • 100g Zwiebeln
  • 3 St. Knoblauch Zehen
  • Prise Pfeffer
  • 1-2 gestr. TL (Meer-)Salz
  • etwas Olivenöl
  • 1 Ei (optional)




Anleitung


1. Zuerst den Teig vorbereiten. Dafür Mehl, zerlassene oder weiche Butter, Wasser, Salz und Zucker in eine Schüssel geben. Mit einem Kochlöffel grob verrühren, dann mit der Hand gräftig durchkneten bis ein homogener Teig entsteht. In Frischhaltefolie wickeln und für ca. 1 Stunde in den Kühlschrank legen.

2. Für die Füllung wird die Zwiebel fein gewürfelt und der Manchego gerieben.
Falls ihr keinen Manchego findet könnt ihr auch anderen Käse nehmen, am Besten einen kräftigen Käse oder ihr mischt milden wie Gouder oder festen Mozzarella mit Parmesan.

3. In einer Pfanne mit Olivenöl die Zwiebelwürfeln anbraten und den Spinat dazu geben.
Wenn ihr Baby Spinat habt braucht ihr ihn nicht zu schneiden, größerer Blattspinat kann grob zerkleinert werden. Der Spinat fällt nun zusammen und Wasser tritt aus. Lasst den Spinat solange garen bis das Wasser größtenteils verdampft ist. Dies ist wichtig damit der Spinatsaft nicht in euren Empadas austritt.
Knoblauch in den Spinat pressen und leicht mitgaren.

4. In einer Schüssel Frischkäse, 50g des gerieben Käses, den gegarten Spinat sowie kräftig Salz und Pfeffer geben und verrühren.


5. Der Teig kann nach seiner Ruhepause ausgerollt werden. Wichtig ist dass ihr den Teig nicht zu dick ausrollt, sonst werden eure Empadas sehr dick und krümelig. Aus dem dünnen Teig können nun mit einem Glas oder Ausstechring 12 größere und 12 kleinere Teigtaler ausgestochen werden.
Die Großen werden der Boden und sollten daher etwas größer als der Durchmesser eurer (Muffin-)Form sein. Die kleinen werden der Deckel, diese könnt ihr mit einer Gabel leicht einstechen damit Dampf entweichen kann.

6. Den Teig in einer sauberen (Muffin-)Form auslegen, einfetten oder bemehlen ist in der Regel bei diesem Teig nicht nötig.
Drückt den Teig in der Form schön flach und schneidet die überstehenden Ränder mit einem Messer weg.


7. Jede Teigmulde nun mit der Spinatfüllung füllen, von dem restlichen Käse reichlich darauf geben und mit den Teigdeckelchen die Empadas schließen.
Wer möchte kann sie noch mit etwas Ei bestreichen.

8. Bei 160°C Umluft oder 180°C Ober- & Unterhitze für ca. 25 Minuten backen.


9. Die fertigen Empadas vorsichtig von der Form lösen falls Käse ausgetreten ist und aus der Form heben. Fertig :)



Viel Freude beim Nachkochen und bom apetite - Guten Appetit :)

Eure Lilli ♥

Sonntag, 12. März 2017

Koreanisches Bibimbap ♥ vegan


Unaussprechlich aber ausgesprochen lecker! 


Heute habe ich für euch ein weiteres tolles Rezept aus Süd Korea mitgebracht, welches vorallem durch seine Variationsmöglichkeit besticht.

Bibimbap ist in erster Linie Reis mit Gemüse - das klingt natürlich relativ unspäktakulär. Grob übersetzt bedeutet es soviel wie vermischter Reis, es wird allerdings erst einmal unvermischt serviert.
Traditionell wird das Gericht in Steinschalen (Dolsot) gereicht, diese sind wahlweise kalt oder auch heiß damit das Gericht warm bleibt. Das Gericht wird in diesen Schalen einem Kunstwerk gleichend aufgeschichtet. Unten als erstes der ungewürzte der Reis, darauf einzeln angerichtet das Gemüse, nach Wahl ein Ei - roh oder gebraten -, in der "nicht-vegetarischen-Variante" kommt auch Rindfleisch dazu. Die Sauce wird meist seperat serviert. 

Das Gericht das überall ein bisschen anders serviert wird.

Je nach Region und Geschmack findet man ganz unterschiedliche Zutaten wie verschiedene Gemüsesorten, Noriblätter oder auch weichen Tofu in seinem Bibimbap.
Zuhause kann man sich das Bibimbap ganz nach seinen eigenen Vorlieben zusammen stellen und - ähnlich einem Baukastenprizip - Zutaten ganz nach Wahl dazugeben oder weglassen.

Daher bietet sich Bibimbap auch ideal für ein Essen mit mehreren Freunden an. Ihr könnt sämtliche Zutaten wie Gemüse, Reis, Ei, Saucen und ggf. Fleisch separat anrichten und jeder legt sich dann auf seinen Reis was ihm gefällt.
Wer das Ei weg lässt hat so auch ganz einfach ein veganes Gericht gezaubert! So lassen sich alle Gäste vom Fleischesser bis zum Veganer an einem Tisch glücklich stimmen :)

In Korea haben wir es uns nicht nehmen lassen in mehreren verschiedenen Lokalen Bibimbap zu probieren, diese waren sich natürlich alle ähnlich aber doch jedes für sich ganz anders.
In diesem Rezept stelle ich euch meine persönliche Lieblingsvariante vor.
Abwandlungen je nach Geschmack und Verfügbarkei der Gemüsesorten sind natürlich erlaubt und erwünsch.
Probiert es einfach mal aus. ;)


Rezept

비빔밥 - Bibimbap



Zutaten

ausreichend für ca. 2 große Portionen

Für das Bibimbap

  • 150g   Sushi Reis
  • 50g     Karotte
  • 50g     Gurke
  • 50g     Zucchini
  • 50g     Sojasprossen
  • 50g     Lauch
  • 50g     frischer Spinat
  • 50g     Shiitake Pilze
  • 50g     Rotkohl
  • 1 St.    Nori Blatt
  • 2 St.    Eier 

Für die Sauce

  • 1 TL   Chilipaste (Guchojang)
  • 2 EL   Soja Sauce
  • 2 EL   Pflaumensauce / Zucker
  • 1 EL   Sesamöl
  • 1 TL   Sesamsamen
  • 1 St.    Knoblauchzehe

Ich empfehle euch die Zutaten wie Sesamöl, Sojasauce, Pflaumensauce, Sesam und Guchojang Chilipaste im Asiamarkt zu kaufen. Dort erhaltet ihr meist eine bessere Qualität zu einem günstigerem Preis.
Gochujang ist eine fermentierte Würzpaste aus Sojabohnen, Reis und Chili. Sie ist weniger scharf als Chilisaucen und hat einen charkteristischen Geschmack.
Daher würde ich die Chilipaste nicht durch Chilisaucen wie zB. Sriracha ersetzen. Wenn ihr keinen Asiamarkt in der Nähe habt findet ihr die Gochujang auch Online.




Anleitung

 
1. Sämtliches Gemüse so wie den Reis gründlich abwaschen.

2. Die Gochujangpaste kommt zusammen mit heller Sojasauce, Pflaumensauce oder Zucker, Sesamöl, Sesam so wie gepresstem Knoblauch in eine Schale und wird zu einer homogenen Sauce verrührt.

3. Den Reis nach Anleitung zubereiten. Ich verwende für Bibimbap einen Rundkornreis für Sushi. Risotto- oder Milchreis geht es im Zweifelsfall aber auch.

4. Die Gurke, Zucchini und Karotten in Julienne schneiden. Pilze, Lauch und Noriblätter in Streifen schneiden. Den Spinat (wenn ihr Babyspinat habt) könnt ihr ungeschnitten verarbeiten.
Den Rotkohl (andere Kohlsorten gehen nach Geschmack auch) hobeln oder in feine Streifen schneiden.

5. Die Zucchini, Sojabohnen Sprossen, Karotten, Pilze, Spinat und den Kohl in Sesamöl leicht anbraten.

6. Das Ei als Spiegelei auf mittlerer Stufe braten, das Eigelb sollte noch weich bleiben. Wenn ihr einen Dolsot (einen koreanischen Steintopf der stark vorgeheizt wird) habt, könnt ihr das Ei roh auf dem Bibimbap servieren. Durch die Hitze des Steinpotts gart das Ei beim Verrühren aller Zutaten, das Ei sollte dennoch frisch sein.


7. Nun in einer Schale oder eonem Dolsot den gegarten warmen Reis anrichten. Darauf Zucchini, Karotte, Pilze, Spinat, Sprossen, Kohl und Gurke aufschichten und nach Wunsch mit Ei, Lauch, Sesam und Noriblättern garnieren.
Die Sauce wird seperat gereicht und kann nach Geschmack dosiert werden.

Das Bibimbap kann nun serviert werden. Obwohl es stets so schön angerichtet gereicht wird ist es üblich das ganze Gericht kräftig zu verrühren. ;)


Viel Freude beim Nachkochen und 잘 먹겠습니다  - Guten Appetit :)

Eure Lilli ♥

Sonntag, 26. Februar 2017

Niederländische Oliebollen ♥ mit Äpfeln

Helau und Alaaf aus Holland!


In meiner tollen Heimat sind nun die letzten Tage der fünten Jahreszeit Karneval angebrochen.
Daher habe ich heute ein Rezept für euch welches man im Rheinland wohl als Krapfen schimpfen würde. Die niederländischen Oliebollen, übersetzt heißt dies soviel wie Ölbällchen.

Üblichweise werden sie in den Niederlanden eigentlich an Silvester oder an Kirmestagen gereicht.

Doch ich finde in der Karnevalszeit machen sie sich auch hervorragend ;)

Ebenso wie der klassische Krapfen (nicht zu verwecheln mit dem Berliner Ballen) werden die Oliebollen durchaus "naturell" also ohne Füllung und nur mit Puderzucker serviert, doch eine äußerst beliebte Variante sind Oliebollen mit Äpfeln oder Rosinen. Mit diesen Zutaten bleiben sie auch schön saftig und schmecken vielfältiger.


Rosinen sind nicht jedermanns Sache...

Daher bleibe ich in diesem Rezept heute bei Äpfeln - alterntiv kann man aber auch anderes Dörrobst wie Aprikosen, Kirschen oder Mangos nehmen wenn ihr nicht ganz auf das Schrumpelobst verzichten möchtet.

Wer die Oliebollen ganz ohne haben will kann die Äpfel natürlich auch einfach außenvor lassen, das Rezept funktioniert auch problemlos ohne. Eine Füllung aus Pudding oder Marmelade macht sich in den niederländischen Ölbällchen auch nicht schlecht ;)



Rezept

Oliebollen


Zutaten

ergibt ca. 12 mittelgroße Bällchen / 4 Portionen

Für den Teig

  • 450g Mehl
  • 450ml Milch
  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • 2 Eier
  • 100g Zucker
  • 2 Äpfel
  • Prise Salz
  • 1 Liter Öl zum Ausbacken

Zum Bestreuen

  • 50g Puderzucker
       oder
  • 100g Zimt-Zucker




Anleitung 


1. Mehl, Zucker, Eier und Salz in eine Schüssel geben, Hefe rein krümeln und lauwarme Milch dazu geben. Die Hefe kurz in der Milch auflösen lassen, dann verkneten.
Optional kann die Hefe vorher seperat hin der Milch aufgelöst werden. 

3. Äpfel waschen, entkernen und würfeln. Apfelwürfelchen unter den Teig rühren.

4. Der Teig muss nun für etwa 1 Stunde an einem warmen Ort ruhen.

5. Nach der Ruhezeit einen breiten Topf mit frittierfähigem Speiseöl befüllen und auf mittlerer Stufe erwärmen, wer ein Küchenthermometer zur Hand hat oder eine Fritteuse nutzt sollte das Öl auf etwas 160°C regulieren.

6. Mit Hilfte von Löffeln oder Eisportionierer kann der Teig nun vorsichtig in das heiße Öl gegeben werden. Wer Teelöffel nimmt erhält kleine Bällchen, bei Esslöffeln mittelgroße und mit dem Eisportionierer werden die Oliebollen sehr groß!
Die Bällchen sollten nicht zu dunkel werden damit sie saftig bleiben. Bereits nach ca. 2 Minuten sind die Oliebollen in der Regel fertig (je nach größe und Temperatur!).
Auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen.

7. Nun können sie mit Puderzucker bestreut oder in Zimtzucker gewälzt und am Besten gleich vernascht werden.


Viel Freude beim Nachkochen und eet smakelijk - Guten Appetit :)

Eure Lilli ♥ 

Sonntag, 19. Februar 2017

Spanische Aioli ohne Ei ♥ vegan




Wer kennt sie nicht, die cremige Knoblauchpaste aus dem Mittelmeerraum.
Ich persönlich bin ein riesen Aioli Fan, auch wenn der Geruch nach dem Verzehr nicht jedermanns Sache ist! ;)
Doch bei den Zutaten scheiden sich die Geister...

Mit Ei oder ohne Ei - was ist denn nun richtig?


Aioli kommt aus dem katalanischen und heißt all i oli also Knoblauch und Öl.
Traditionell sind, wie der Titel schon verrät, auch nur diese beiden Zutaten enthalten.
Das geschmacksintesive Olivenöl kennt man vorwiegend aus der mediterranen Küche, doch findet man es in Aioli eher selten da es für eine bekömmliche Knoblauchcreme zu herb ist und einen zu bitteren Geschmack entwickelt.

Daher wird ein milderes Pflanzenöl wie Sonnenblumenöl zusammen mit Knoblauch in einem Mörser zu einer kalten Creme verarbeitet.

Da es allerdings sehr anstrengend und schwer ist allein mit Hand eine feste Emulsion herzustellen hat man sich weitere Zutaten wie Ei, Milch oder gekochter Kartoffeln als Emulgatoren zur Hilfe genommen. Jede dieser Zutaten verleiht der Aioli einen anderen Charakter.


Was also nun in die Aioli kommt ist schlicht und ergreifend Geschmackssache.
Die Variante mit Milch wird erstaunlich fest, mit rohem Eigelb ist sie gelblich und sehr cremig, die Aioli mit einer gekochten mehligen Kartoffel ist mousseartig und natürlich mit einem kartoffeligem Charakter.

Viele kennen die Aioli aus dem Urlaub oder aus dem Restaurant strahlend weiß und sehr dick von der Konsistenz. Diese Variante erziehlen wir durch das Beifügen von Milch, wer Sojamilch nimmt erhält so auch ganz leicht eine leckere vegane Aioli ohne verfälschten Geschmack oder Kompromisse!

Zaubert mit diesem Rezept also ganz leicht eine leckere vegane Aioli zum Beispiel für die nächste Grillparty. Eure Freunde und Kollegen werden es nicht glauben dass diese Aioli wirklich vegan ist und trotzdem so vollmundig schmeckt. :)
Ausprobieren lohnt sich also!



Rezept

Aioli ohne Ei (optional vegan)



Zutaten

ergibt ca. 250ml (ein Glas) Aioli

Für die Aioli

  • 150ml  Sonnenblumenöl
  • 75ml    (Soja-)Milch
  • 3-4      Knoblauchzehen
  • 1/2      Zitrone
  • Prise    Meersalz

Arbeitmaterial

  • einen Standmixer
oder
  • einen Pürrierstab und
  • ein hohes Gefäß


 

Anleitung


1. Knoblauchzehen aus der Knolle trennen und mit dem Küchenmesser vorsichtig andrücken bis es leicht knackt, so lässt sich die Schale deutlich leichter lösen.
Den Knoblauch dann halbieren, den bitteren Strung entfernen und feine Knolauchwürfel schneiden oder die Zehen pressen.

2. Die Zitrone halbieren und den Saft einer Zitronenhälfte auspressen.

3. Die zimmerwarme (Soja-)Milch zusammen mit den Knoblauchwürfeln in ein hohes Gefäß geben und mit Pürrierstab zerkleinern oder im Standmixer pürrieren.

4. Während des Mixens nun langsam das Öl zur Milch-Knoblauch-Mischung laufen lassen.
Die Aioli ist zu Anfang noch recht dünnflüssig, wird am Schluss aber schnell eine dicke Konsistenz bekommen.

5. Die angedickte Masse mit Salz und Zitronensaft würzen und kräftig unterrühren.

6. Die fertige Knoblauch Creme kann nun in ein abgekochtes Glas gefüllt und kühl gelagert werden.

Die schnell zubereitete und super leckere Aioli eignet sich ideal als Dip für Brot, Salzkartoffeln oder Gemüse aber auch zum verfeiern von Saucen. 
Zudem bietet das Rezept eine tolle Basis für neue Kreationen zB. mit Zitronenabrieb, frischen Kräutern, mit Pfeffer oder getrockneter Tomate.


Viel Freude beim Nachkochen und buen provecho - Guten Appetit :)

Eure Lilli ♥

Sonntag, 12. Februar 2017

Amerikanische Brownies ♥ saftig & weich



Klein, schokoladig und etwas matschig.

...so kennt man die leckeren amerikanischen Brownies.

Im Netz tummelt sich eine Vielzahl an Rezepten für die besten Brownies. Und soviel vor weg, jedes hat etwas für sich.
Grundsätzlich ist die Basis aber immer die gleiche, ein einfacher Rührteig aus 5 Zutaten - Schokolade, Ei, Zucker, Fett und etwas Mehl.
Die Variation der Mengen und die Backzeit entscheiden dann ob eure Brownies eher fudgy oder cakey werden - also ob sie saftig klatschig oder fluffig wie ein Kuchen werden.
Ich persönlich liebe sie fudgy! :)  

Ein Rezept - tausend Möglichkeiten.


Das Grundrezept für den Rührteig lässt sich ganz nach Wunsch, Saison oder Anlass aufpeppen und erweitern. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Ob Nüsse, Cranberrys, Keksstückchen, gehackte Salz- oder Pfefferminzstang, ob mit Cheesecakefilling, Marmelade, Karamell oder frischem Obst.
Die Möglichkeiten sind vielzählig und ausgefallen - rein darf was schmeckt ;)

So zaubert ihr easy peasy aus den leckeren saftigen Brownies ganz neue Kreationen nach Lust und Laune.

Dass man die kleinen braunen Würfel Brownies nennt ist fast schon selbsterklärend, das helle Pendant das nennt sich Blondies und wird aus weißer Schokolade gebacken.
Doch zur Entsteheung der Brownies gibt es viele Mythen. Sogar von Meinzelmännchen ist in manchen die Rede. Am plausibelsten finde ich noch die Theorie dass in dem eigentlichem Rührteig für einen Schokoladenkuchen das Backpulver vergessen wurde und so ein leckerer aber matschiger Brownie entstand. Es ist aber auch möglich dass die Herkunft auf ein süßes brotartiges Gebäck zurück geht, welches von Einwanderern mitgebracht und für den amerikanischen Geschmack abgewandelt wurde.

Ob Abwandlung, Versehen oder gewolltes Rezept, der Erschaffer hat auf jeden Fall gute Arbeit geleistet und eine köstliche Leckerei für uns gezaubert.

Ich backe Brownies sehr gerne und auch recht häufig da es so schön einfach ist und schnell geht! Auch deal wenn sich spontan Besuch ankündigt :)
Dafür benutze ich ein traditionell amerikanisches Rezept aus den 1970er Jahren.
Dieses habe ich für euch natürlich in das metrische System umgerechnet und die Maßeinheiten angepasst, sodass man keine krummen Zahlen beim Abwiegen der Zutaten hat.

Ich bin mir sicher - ob ganz klassisch schokoladig oder als wilde Abandlung - ihr werdet die Brownies liiiiieben! ♥
An die Schüssel, fertig ... los :)



Rezept

Amerikanische Brownies



Zutaten

für ca. 20x30cm cm große Kastenformen
Zutatenmengen verdoppeln für ein ganzes Blech

Für den Teig

  • 200g Zartbitter Schokolade (zerlassen)
  • 150g Zartbitter Schokolade (gehackt)
  • 220g Zucker (braun oder weiß)
  • 1 EL Zucker (zum Bestreuen) 
  • 150g Butter
  • 200g gehackte Nüsse (zB. Pecannüsse)
  • 100g Mehl
  • 20g Kakao
  • 3 Eier
  • n.B. Vanillemark
  • Prise Salz






Anleitung


1. Die Zartbitter Schokolade hacken. 200g der Schokolade kommen später in die zerlassene Butter, 150g kommen in den Teig für leckere Schokostückchen in den Brownies.

2. Die Butter oder Magarine schmelzen, Topf von der heißen Platte nehmen und 200g der gehackten Schokolade in die flüssige Butter einrühren.

3. Das Mehl in eine Schüssel sieben, Eier, Zucker, Nüsse, Kakao, Salz, Vanille und Butter-Schokomasse dazu geben und zu einem Teig verrühren
Bei den Nüssen könnt ihr eure lieblings Sorte wählen, ich bevorzuge Pekannüsse und Haselnüsse.
Wenn ihr eine Allergie habt könnt ihr die Nüsse natürlich einfach weglassen.

4. Nun die 150g Schokostückchen unterrühren.

5. Eine Backform (20x30cm) mit Backpapier auslegen und die Browniemasse gleichmäßig verteilen. Ihr solltet die Form nicht zu hoch befüllen, ideal sind 1,5-2 cm.
Für eine knusprige Oberfläche streue ich dünn einen EL Zucker über den geglätteten Brownieteig und streiche es mit einem Löffel glatt.

6. Den Ofen auf 160°C Umluft oder 180°C Ober-&Unterhitze vorheizen und für 20 min backen.
Wenn ihr etwas zuviel Zucker auf der Oberseite hattet und er nach dem Backen noch nicht karamellisiert ist könnt ihr ganz kurz den Grill anstellen. Ihr solltet aber direkt beim Ofen bleiben und die Brownies gleich nach wenigen Minuten rausnehmen damit der Zucker nicht verbrennt oder eure Brownies zu trocken werden. Alternativ geht auch ein Flambierer.

7. Lasst die Brownies vor dem Schneiden leicht abkühlen. Die Größe der Brownies bleibt euch nach Geschmack überlassen. Kleine Brownies lassen sich besser als Fingerfood teilen, größere Stücke kann man schön als Kuchen servieren.


Viel Freude beim Nachkochen und Enjoy* - Guten Appetit :)
*Kleiner Fakt am Rande: In den USA ist es nicht üblich sich vor dem Essen einen guten Appetit zu wünschen, wenn jeder seine Speisen auf dem Teller hat fangen alle gemeinsam an.

Eure Lilli ♥ 

Sonntag, 5. Februar 2017

Koreanische Yachae Hotteok ♥ vegan



 

Gleich als aller erstes Rezept möchte ich euch eines meiner absoluten Lieblings Snacks aus Korea vorstellen.
Es ist kross, es ist saftig, es ist gefüllt und es ist frittiert...


Das wohl beste Streetfood der Welt!


In den Strassen Seouls, der Hauptstadt Süd Koreas findet man häufig kleinere Stände oder Eckläden an denen Hotteok in verschiedenen Variantionen angeboten werden.

Im englischen Sprachraum werden sie auch oft "filled korean Pancakes" genannt.
Doch auch wenn es einem kleinen fluffigen Pfannkuchen ähnlich sieht ist es doch eher eine Art platter Berliner - nagut, die werden in Berlin ja auch Pfannkuchen genannt ;)

Der Teig ist kein flüssiger Rührteig sondern ein sehr klebriger Hefeteig.
Da dieser ganz ohne Ei oder Milch auskommt ist der Teig 100% vegan.
Ebenso die Füllung! Diese wird in manchen Rezepten zwar mit Fischsauce zubereitet doch darauf verzichte ich natürlich, dem Geschmack tut dies keinen Abbruch.

Neben den herzhaften Yachae Hotteok gibt es sie auch süß mit Zucker, Nuss und Zimt.
Ebenfalls eine tolle Variante als süßer Snack den ich euch vielleicht in einem späteren Beitrag nochmal genauer vorstellen werden, doch die tolle deftige Variante mit Glasnudeln und leckerem Gemüse hat mich geschmacklich einfach nur total umgehauen.

Die Yachae (야채 - Gemüse) Hotteok werden frisch gefüllt und in reichlich Fett ausgebacken.

Heiß serviert ist der Teig schön knusprig, luftig und die Füllung schmeckt sowohl kräftig-herzhaft haben aber auch eine leicht süßliche Note.
Ein typisch koreanische Geschmackskombintion.

Die gefüllten Teiglinge werden für umgerechnet 0,70€ verkauft und ich musste mich an dem ein oder anderen Stand stark zurück halten mir nicht wieder und wieder eines zu bestellen ;)

Das Rezept für diese leckeren Hotteok musste ich einfach haben!
Gleich zurück in Deutschland habe ich das Rezept ausprobiert und war einfach nur begeistert wie fantastisch lecker sie zuhause aus der Pfanne gelingen.
Daher möchte muss ich diese kleine Köstlichkeit heute einfach mit euch teilen. ♥



Rezept 

야채호떡 - Yachae Hotteok

 

 

Zutaten

ergiebt etwa 10 Hotteok


Für den Teig

  • 400g    Mehl
  • 300ml lauwarmes Wasser
  • 1 Pck.  frische Hefe
  • 2 EL    Zucker
  • 2 EL    Sesam Öl
  • Prise    Salz 

Für die Füllung

  • 100g   Karotte
  • 100g   Lauch
  • 100g   Zwiebel
  • 50g    Glasnudeln (Gangmyeon)
  • 4 EL   Soja Sauce
  • 2 TL   Sesam
  • 2 EL   Zucker

  
Alle Zutaten sollten weitestgehend bekannt und überall leicht zu bekommen sein.
Falls ihr die Möglichkeit habt empfehle ich euch für die Produkte Soja Sauce, Sesamöl und Sesam einen Asiamarkt auf zusuchen. Dort findet ihr diese Zutaten meist deutich günstiger und in besserer Qualität als im Supermarkt.



 

Anleitung


1. Zuerst setzen wir den Teig an damit er noch etwas Zeit hat um zu ruhen.
Mischt dazu alle Zutaten für den Hefeteig - Mehl, lauwarmes Wasser, Hefe, Zucker, Sesamöl und eine Prise Salz zusammen und knetet alles bis eine homogene Masse entsteht. 
Für einen Hefeteig ist dieser ganz schön klebrig, aber keine Panik das soll so ;)
Deckt eure Schüssel nun ab und stellt den Hefeteig an einen warmen Ort damit er aufgehen kann.

2. Nun kümmern wir uns um die Füllung.
Dazu legen wir unsere Glasnudeln nach Anleitung für wenige Minuten in heißes Wasser.
Die Karotte können wir mit einem Küchenhobel reiben oder als feine Julienne (Stifte) hacken.
Lauchzwiebel und Zwiebeln halbieren und in kleine Würfelchen schneiden.

3. Glasnudeln abschöpfen, ggf etwas zerkleinern - je nach Glasnudelsorte geht die vor dem Kochen etwas schwer - und zusammen mit dem geschnittenen Gemüse in eine Schüssel geben.
Sojasauce, Zucker und Sesam hinzufügen und alles kräftig verrühren. 

4. In einer großen Pfanne reichlich Öl aufsetzen sodass der Boden der Pfanne etwa 0,5cm bedeckt ist.
Zum ausbacken wählen wir eine mittlere Stufe.
Für die fertigen Yachae Hotteok einen Teller mit Küchentuch breit stellen.

5. Der gut aufgegangene Teig kann nun gefüllt werden.
Nehmt nicht zu große Teigstücke da die gefüllten Taschen noch aufgehen und sonst sehr riesig werden.
In der eingeölten Hand könnt ihr den Teig wie eine Minipizza plätten und 2-3 Gabeln von der Füllung darauf geben. Den Teigfladen nun Stück für Stück rundherum schliessen, leicht andrücken und vorsichtig in das heiße Fett geben.

6. Die Hotteok gehen nun in der Pfanne noch auf.
Wenn die Unterseite leicht gebräunt ist kann er gewendet und mit einem Pfannenwender kräftig platt gedrückt werden.

7. Wenn sie von allen Seiten schön knusprig sind könnt ihr sie herausnehmen und auf dem Küchentuch noch kurz abtropfen lassen.
Und natürlich wenn möglicht direkt warm genießen :)


Noch ein kleiner Tipp von mir:
Da der Teig und die Zubereistungsweise die gleichen bleiben könnt ihr nach Belieben auch weitere Füllungen ganz nach Lust und Laune ausprobieren - egal ob süß oder herzhaft.


Viel Freude beim Nachkochen und 잘 먹겠습니다  - Guten Appetit :)

Eure Lilli ♥

Dienstag, 17. Januar 2017

Süd Korea - Kultur & Essen


Belgische Waffenl in Korea - sehr lecker :)
Im Beitrag zuvor habe ich euch ja bereits einiges von meiner Korea Reise in die Hauptstadt Seoul erzählt.
Ich hoffe ihr konntet ein paar tolle neue  Eindrück gewinnen.

Kommen wir nun zum wichtigsten Part - dem kulinarischem Teil! ;)


Wer an Asien denkt, dem fallen wahrscheinlich gleich einige Lebensmittel wie Reis und Tee ein.
"Asiaten leben sehr traditionell und rückschrittig, essen ekelige Sachen und bauen Billigprodukte..." Klischees über Klischees! :(
Doch ich kann euch sagen - allen schlimmen Vorurteilen zum Trotz - Süd Korea ist eine Hochburg an kulinarischen Genüssen. Auch als Vegetarier ♥

Bungeonppang mit Softeis
Koreas Küche hat ihren ganz eingenen Flair entwickelt und ist ziemlich weit gefächert. Man trifft durchaus Gerichte an die es zum Beispiel in Japan oder China unter anderem Namen gibt, aber auch Speisen die man sicherlich nirgends sonst findet! Das macht es unglaublich spannend.

Die Esskultur ist eine aufregende Kombinationen aus traditionellen und modernen Speisen.
Das Angebot ist groß, egal ob traditionelles Streetfood, Koreanisches BBQ, moderne Trendfoods oder klassische Hausmannskost. Doch einiges haben die meisten Speisen gemein, Koreaner mögen es süß und scharf.

Aber wie etwas vegetarisches oder gar veganes finden wenn man kein Wort koreanisch Spricht?


Die Speisekarte - Künstliches Essen als Übersicht
Grundsätzlich ist es natürlich schwierig heraus zu finden ob ein Gericht Fleischfrei ist wenn man der Landessprach nicht mächtig ist.
Mit dem kleinen aber feinen Tool "Google Translate" habe ich mir die wichtigsten Wort wie "Fleisch, Fisch, Fischsauce, Vegetarisch etc" raus gesucht und bei den meisten Ständen vorher nach gefragt. Das hat tatsächlich besser geklappt als gedacht ;)

Leider sollte man sich nicht auf Englisch verlassen!
 
Vorallem bei der älteren Generation kommt ihr so leider nicht weiter.

Dafür ist aber etwas sehr praktisches in Asien übich! In fast allen Restaurants bekommt man bebilderte Speisekarten oder es liegen sogar küstliche, aber sehr echt aussehende Beispiel Gerichte aus. Dort könnt ihr eure Speise vor dem Bestellen ansehen und wenigstens grob abschätzen was ihr erhaltet

Aber neben der Sprache gibt es da ja noch ein weiteres Problem - das Besteck!
Das übliche Koreanische Besteckset besteht nicht wie bei uns aus Löffel, Gabel, Meser sondern aus Stäbchen und einem Löffel.
Es gehört etwas Geschick dazu mit den Stäbchen greifen zu können, aber Übung macht den Meister! Und wenn es doch nötig ist bekommt man - wenn man lieb fragt - auch Gabel und Messer ;)

Hoppang - gedämpfte Hefeteigklöße mit süßer Azukipaste
Die Gerichte und Geschmäcker dieses Landes haben mich total überzeugt ob wohl ich bei Reiseantritt noch sehr daran gezweifelt habe als Vegetarier Vorort überhaupt etwas zu finden.
Vorher informieren über klassische vegetarische Gerichte der koreanischen Küche hilft euch natürlich enorm weiter!

In fast jeder größeren Strasse der Innenstadt findet ihr mindestens einen Stand oder einen Imbiss mit den unterschiedlichsten Speisen.

Ob Snacks, herzhafte Mahlzeiten oder Süßspeisen, ob Trendfood oder traditionelle Küche.

Frisches Eis mit Stickstoff zubereitet
So habe ich es mir nicht nehmen lassen gefühlt jede vegetarische Speise zu probieren die mir über den Weg gelaufen ist.

Es gibt zahlreiche tolle Speisen, längst nicht alle konnte ich probieren.
Mir scheint als äße Süd Korea sehr viel, sehr gerne und vorallem auch sehr süß. Und trotzdem hat man Gefühl die Frauen Seouls tragen alle Kleidergröße XS ;)

Aber Scherz bei Seite.
Wo ich eben schon das Klischee "Tee" angesprochen habe muss ich euch gestehen selber sehr überrascht gewesen zu sein.

Süßigkeiten mit Matcha
Denn auch ich dachte in Korea trinkt man bestimmt viel Tee, aber von wegen...

Als ich wegen des frischen Wetters etwas schwächelte und auf der Suche nach einem Tee war viel mir auf dass man überall nur Kaffee in Hülle und Füle zu finden scheint.

Traditionellen Tee hingegen fast garnicht. Zwar ist die Geschmacksrichtung Grüner Tee (Macha) in Süßspeisen sehr beliebt, doch Teeliebhaber wie ich müssen schonmal lange suchen und einige Kompromisse eingehen um eine Tasse Tee zu bekommen.

Yujacha Siru für Tee aus der Yuzu Frucht
Und wenn man dann mal in den Supermärkten oder Cafes seinen Tee gefunden hat ist es meist ein Tee auf Sirup Basis wie Yujacha.

Die ist in Zucker eingekochte Yuzu Frucht (Zitronenähnlich) und wird dann Löffelweise in heißem Wasser gelöst.
Geschmacklich gut aber sehr süß - vergeichbar mit einem Gummibärchentee ;)

Kaffeefans kommen hier voll auf ihre Kosten!


An jeder Ecke findet man Kaffeeautomaten mit sagenhaft günstigen Preisen!
Schon für umgerechnet 0,30€ erhaltet ihr einen Becher Kaffee, auch wenn der Becher dann meist eher klein ist. Aber ihr könnt es euch wahrscheinlich schon denken - er ist natürlich ebenfalls furz süß!

Auch eine unerwartete Überraschung für mich war Käse.
Ob im Fleisch, in den sushiähnlichen Kimbaprollen, ja sogar als geschmolzener Käse auf der Ramyeon Nudelsuppe - das hatte ich nicht erwartet :)
Klingt etwas schräg? Skurril aber lecker made in Korea! ♥


The big 5 - meine fünf Favoriten aus Süd Korea!



1. Kimchi  

Der scharfe, vergorener Chinakohl darf in hier natürlich nie fehlen!
Für Neulinge sicher erstmal ein etwas ungewohnter Geschmack. Doch Kimchi ist die wohl beliebteste Speise Süd Koreas und gilt als Nationalgericht. Ob als Vorspeise, Beilage oder als ganze Mahlzeit wie Kimchisuppe. Der saure Kohl erfreut sich aller größter Beliebtheit und wird zu jeder Tageszeit gereicht.
Kimchi kann aus ganz unterschiedlichen Zutaten wie Rettich oder Gurken bestehen und ist auch in der Version "white" also ohne Chili erhältlich, doch die beliebteste Variante ist wohl das Chinakohl Kimchi mit ordentlich Chilipulver. Der Kohl wird mit samt aller Zutaten - ähnlich wie Sauerkraut - vergoren, je länger er reift desto saurer wird er.
Aber vorsich für Veggies - in vielen Kimchis ist Fischsauce oder Anchovis, vorher nachfragen ist also besser! Am Besten nach meinem Rezept selber machen ;)


2. Tteokbokki 

Die Farbe lässt es schon erahnen - dieses Gericht ist scharf! ;)
Tteokbokki findet ihr überall, ob im Restaurant oder an Ständen auf der Straße. Es hat zudem eine leicht süßliche Note und besteht aus sehr weichen Reiskuchen, welche von der Konsisten an kleine Klößchen erinnern, sowie einer Sauce aus Gochujang (fermentierte Würzpaste mit Chili). Dazu erhaltet ihr oft gekochte Eier, Lauch oder auch diese kleinen Dreiecke die aussehen wie Pfannkuchen oder Omlett. Auf diese solltet ihr verzichten wenn ihr euch zu den Vegetariern oder Veganern zählt, es sind nämlich Fischkuchen!


3. Gimbap

Tatsächlich findet man Gimbap in ganz unterschiedlichen Formen. Von sushiähnlichen Rollen - aber deutlich größer und so auch etwas tricky zu essen - über lange Fingerfood Röllchen (meist vegetarisch) bis zum komplett in Tangblättern eingehülltes Reis-Dreieck ähnlich einem Onigiri (leider sehr selten veggie!).
Neben der Größe ist wohl der größte Unterschied zum Sushi die Füllung. Vorallem die großen Rollen werden oft mit Wurst und Käse gefüllt, dies wird euch in Japan doch eher selten begegnen ;)

4. Bibimbap

Diese Mahlzeit ist vorallem für Veganer interessant. Denn wer es ohne Gogi (Fleisch) und Dalgyal (Ei) bestellt bekommt ein tolles veganes Gericht aus Reis, verschiedensten Gemüsesorten und je nach Restaurant auch mit Tofu und Seetangblättern.
Kleine Randinformation - Bibimbap ist die einzige Speise Koreas bei der es nicht unhöflich und sogar üblich ist alle Zutaten miteinander zu vermischen. Daher auch der Name welcher soviel bedeutet wie "vermischter Reis".
In meinem Beitrag zum Bibimbap findet ihr noch weitere Infos und auch das Rezept zur Seele Süd Koreas in einer Schüssel wie es auch liebevoll genannt wird!


5. Ramyeon

Ihr habt es vielleicht schon am Namen erkannt, Ramyeon ist die koreanische Variante von Ramen also Nudelsuppe.
Wer jetzt aber nur an einfache Tütensüppchen mit Pulver denkt liegt daneben. Natürlich gibt es in den Supermärkten und am Kiosk (wo man sich die Suppe oft direkt mit heißem Wasser oder in der Mikrowelle zubereiten kann) auch die einfach instant Variante.
Doch in Suppenhäusern und an Streetfood Ständen findet man das Ramyeon oft mit vielen Beilagen, natürlich auch feurig scharf und süßlich ähnlich wie das Tteokbokki oder auch wie oben schonmal erwähnt mit Käse überbacken ♥


Neben meinen Big Five werde ich euch auch noch weitere leckere Rezepte aus Korea wie Hotteok, Hoppang, Jjinppang Mandus oder Jjimjilbang Eier vorstellen.
Ich hoffe ich konnte euch einen spannenden Einblick bieten und einige interessante Eindrücke meiner Reise mit euch teilen.

Beste Grüße, eure Lilli ♥